Erstellt am 17. Januar 2011, 12:49

Festnahme nach versuchtem Tankstellenraub. Anstatt zu bezahlen, zückte 27-Jähriger Wiener ein Stanleymesser - Flohmarktaussteller hielten Verdächtigen in Schach.

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Nachdem er in einer Tankstelle im Südburgenland statt zu bezahlen ein Stanleymesser zückte, haben für einen Wiener die Handschellen geklickt. Der arbeitslose 27-Jährige war Sonntag früh mit einem gestohlenen Wagen im Bezirk Oberwart unterwegs. In Kemeten betrat er einen Tankstellenshop und forderte Geld. Als die Kassierin daraufhin das Weite suchte, wollte der Mann ebenfalls Fersengeld geben. Er wurde jedoch von mehreren Flohmarktausstellern, die sich nahe der Tankstelle aufhielten, an der Flucht gehindert, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland.

Bereits am vergangenen Montag soll der 27-Jährige nach Angaben der Exekutive auf einem Parkdeck in Wien-Innere Stadt einen Oldtimer im Wert von etwa 10.000 Euro gestohlen haben. Mit dem Gefährt machte er sich am Wochenende auf den Weg ins Burgenland. Dort legte er am Samstag einen Tankstopp ein. Bei der Befragung durch die Polizei konnte er sich jedoch weder an den Ort noch an die genaue Zeit erinnern. Der Wiener dürfte laut Polizei stark alkoholisiert gewesen sein.

Sonntag früh hielt er erneut an einer Tankstelle. Nachdem er die zwei von ihm bestellten Päckchen Zigaretten von der Kassierin erhalten hatte, zückte er ein Stanleymesser. Er spielte damit, fuhr die Klinge rein und raus, berichtete ein Beamter, und forderte mit den Worten "und das Geld möchte ich auch haben" Bares ein. Die Bedrohte reagierte allerdings nicht und ging in einen anderen Raum.

Mit den Zigaretten als einzige Beute wollte der Wiener schließlich flüchten. Die Flohmarkthändler halfen der 26-jährigen Kassierin jedoch und hielten ihn auf. Die angeforderte Polizei nahm den Mann fest. Er wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht und in Untersuchungshaft genommen.