Erstellt am 28. Februar 2013, 13:40

Festnahmen nach versuchten Bankomatdiebstählen. Die Landespolizeidirektion (LPD) NÖ gab am Donnerstag die Festnahme von fünf ungarischen Staatsbürgern nach versuchten Bankomateinbruchsdiebstählen in Niederösterreich und dem Burgenland bekannt.

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Durch intensive Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Kriminaldienstgruppe Sollenau sowie der Polizeiinspektion Kirchschlag am Wechsel konnten drei Männer und zwei Frauen festgenommen werden.
 
Die Verdächtigen, zwischen 21 und 42 Jahren alt, waren am späten Montagabend gegen 23 Uhr in ein Wohnhaus in Kirchschlag (Bezirk Wiener Neustadt) eingebrochen; die Hausbesitzer waren durch den Lärm aber munter geworden. Bei dem Einbruch entstand ein Schaden von ca. 400 Euro. Kirchschlager Beamte hielten dann im Zuge einer Fahndung einen ungarischen Pkw an, bei dessen Durchsuchung sie Einbruchswerkzeuge und Glassplitter fanden. Die vier Fahrzeuginsassen wurden wegen dringendem Tatverdacht festgenommen.

Die Verdächtigen hatten außerdem zwischen 23. Dezember 2012 und 12. Februar 2013 versucht, mehrere Bankomaten von verschiedenen Bargeldinstituten in Süd-NÖ und dem Burgenland aufzubrechen, mit einem Seil herauszureißen sowie sogar mit einem Gasgemisch zu sprengen. Aufgrund von Anrainer-Beobachtungen hatten sie aber ihr Vorhaben jedes Mal aufgeben und ohne Beute nach Ungarn zurückkehren müssen - die Polizeiinspektion Kirchschlag war durch zwei etwa 70 cm lange Flacheisen in der Hofeinfahrt an der Verfolgung gehindert worden.

Bei den Einvernahmen "verpfiffen" die Verdächtigen dann den fünften Beteiligten, so eine Sprecherin der Polizei. Dieser wurde am Mittwoch in Kirchschlag festgenommen. Sämtliche Verdächtige seien geständig, hieß es. Vier befinden sich in der Justizanstalt Wiener Neustadt in U-Haft, eine Frau wurde angezeigt.