Erstellt am 12. März 2012, 12:41

Feuerwehren retteten im Vorjahr 250 Menschen. Exakt 250 Menschen haben Burgenlands Feuerwehren im Vorjahr aus Notlagen und unmittelbarer Lebensgefahr befreit, zog Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl heute, Montag, in Eisenstadt Bilanz.

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Die Feuerwehren hatten 5.213 technische und 1.412 Brandeinsätze (insgesamt: 6.625 Einsätze) zu bewältigen. Landesweit stehen 326 Orts- und Betriebsfeuerwehren mit 16.593 Mitgliedern zur Hilfeleistung bereit.

2011 wurden insgesamt 88.599 Einsatzstunden geleistet, erklärte Feuerwehrreferent Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V). Das bedeute statistisch gesehen, dass die Wehren rund um die Uhr im Einsatz gewesen seien. Während viele Vereine schon Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs hätten, gebe es beim Mitgliederstand der Feuerwehr nach wie vor jährliche Steigerungen. So wurde im Vorjahr mit 1.022 Feuerwehrfrauen erstmals die 1.000er-Marke überschritten.

Für das Feuerwehrwesen seien heuer Budgetmittel von 4,2 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen 2,2 Millionen auf die Landesfeuerwehrschule bzw. das Landesfeuerwehrkommando. Rund 1,4 Millionen aus Bedarfszuweisungen werden unter anderem in den Bau von elf Feuerwehrhäusern und die Anschaffung von 28 Fahrzeugen investiert, erläuterte Steindl. Aus dem Katastrophenfonds werden jährlich 600.000 Euro für die Beschaffung von Spezialgerät - von der Sandsackfüllanlage über Atemschutzausrüstungen bis hin zu Tauchpumpen - zur Verfügung gestellt.

Einen Feuerwehr-Großeinsatz mit rund 160 Einsatzkräften gab es im vergangenen September beim Brand eines Wirtschaftsgebäudes in Mattersburg. Nach einem Feuer in einem Wohnhaus in Windisch-Minihof (Bezirk Jennersdorf) und einem Flurbrand in Limbach (Bezirk Güssing) waren zwei Todesopfer zu beklagen. Auch mit gefährlichen technischen Aufgaben wie der Bergung eines mit 30.000 Litern Treibstoff beladenen Tanksattelzuges, der bei Hornstein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) von der Südostautobahn A3 abkam, waren die Helfer im Vorjahr konfrontiert.

Zur Verbesserung der Kommunikation sei der Umstieg auf den digitalen Bündelfunk notwendig, so Steindl. Für die Feuerwehren habe man bereits Geld investiert. Der Startschuss könne aber leider noch nicht erfolgen, weil die Umstellung auf das flächendeckende digitale Bündelfunksystem auf Landesebene noch nicht gewährleistet sei. Er hoffe, dass das Projekt auf Landesebene noch heuer gestartet werden könne.

Brände im Wohnbereich hätten im Zeitraum von November bis März um etwa zehn bis 15 Prozent zugenommen, berichtete der Landesfeuerwehrkommandant. Deshalb sei dem Thema Brandschutz im Eigenheim heuer auch ein Schwerpunkt im "Florianiheft" gewidmet, das bereits zum 59. Mal an alle Burgenländerinnen und Burgenländer geschickt wird.