Erstellt am 05. September 2015, 15:04

von APA/Red

Polizeibeamte aus Kärnten und Steiermark im Burgenland. Um die aktuelle Welle von Flüchtlingen an der ungarisch-österreichischen Grenze zu bewältigen, sind am Samstag aus Kärnten und der Steiermark jeweils rund 30 Polizeibeamte zur Unterstützung ins Burgenland angefordert worden.

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Es handle sich um Spezialkräfte für den Ordnungsdienst, bestätigte Oberst Johannes Dullnig von der Polizeidirektion Kärnten eine Meldung des ORF-Kärnten.

"Die Polizeibeamten sind in der Früh vom Innenministerium für den Einsatz im Burgenland angefordert worden und bereits unterwegs", so Dullnig. Sie sollen im Burgenland "für Ruhe, Ordnung und Sicherheit sorgen, damit chaotische und panische Situationen unter den Flüchtlingen vermieden werden".

Zurzeit sei noch nicht zu sagen, wie lange die speziell für den Ordnungsdienst vorbereiteten Beamten ihren Dienst im Burgenland versehen werden. "Es gibt jetzt eine Spitze, die aber bereits wieder im Abklingen sein dürfte", schilderte Dullnig.

Für die abgezogenen Kärntner Polizeikräfte würden Kollegen auf ihre Freizeit verzichten und einspringen. Eine "Sicherheitslücke" - wie der Kärntner FPÖ-Obmann und Landesrat Christian Ragger am Samstag in einer Aussendung kritisierte - entstehe dadurch nicht. "Es handelt sich um 30 der insgesamt mehr als 2.000 Polizisten und Polizistinnen, die in Kärnten ihren Dienst versehen. Ähnliche auf einige Tage begrenzte Einsätze werden von unseren Beamten immer wieder absolviert", betonte Dullnig.

Auch aus den steirischen Polizeidienststellen wurden rund 30 Kräfte für den sogenannten großen sicherheitspolizeilichen Ordnungsdienst im Burgenland angefordert, wie Leutnant Daniel Huber von der Landespolizeidirektion Steiermark schilderte.