Erstellt am 17. September 2015, 12:55

von APA/Red

Rotes Kreuz versorgte bisher 80.000 Menschen. Nach 13 Tagen im Einsatz hat das Rote Kreuz am Donnerstag eine Zwischenbilanz gezogen.

 |  NOEN, Rotes Kreuz Tulln
 "In den vergangenen Tagen haben Mitarbeiter des Roten Kreuzes - die meisten davon Freiwillige - 80.000 Menschen auf der Flucht versorgt", sagte Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. 80 Notunterkünfte mit bis zu 12.000 Personen täglich wurden betrieben.

350 Tonnen Hilfsgüter eingesetzt

x  |  NOEN, Rotes Kreuz NÖ/C. Hartung
Die Helfer verteilten Essen und Getränke, Kranke und Verletzte wurden medizinisch versorgt. Insgesamt waren bis Donnerstag rund 9.000 Helfer im Einsatz. 


Das Rote Kreuz hat 350 Tonnen Hilfsgüter aus seinen Lagerbeständen eingesetzt, darunter 700 Zelte, 25.000 Feldbetten, 80.000 Decken, Schlafsäcke, Besteck, Badetücher sowie Hygieneartikel für 15.000 Personen.
 

Schöpfer wies darauf hin, dass es sich nur um eine Zwischenbilanz handelt. "Auch wenn sich die Situation an der burgenländischen Grenze entspannt, ist unser Einsatz noch lange nicht zu Ende", sagte der Präsident. "Wir bereiten uns jetzt intensiv darauf vor, ankommenden Flüchtlingen in anderen Regionen Österreichs zu helfen."
 
Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes, unterstrich die gute Zusammenarbeit aller operativ am Einsatz beteiligten Organisationen und Unternehmen. "Dafür möchte ich mich bedanken", sagte Foitik. "Außerdem möchte ich mich bei Österreichs Polizisten bedanken, die eine sehr gute Balance zwischen klarer Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit und einer humanen Behandlung von Menschen auf der Flucht gefunden haben."