Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:02

von Wolfgang Millendorfer

Flüchtlinge: Weiterhin zu wenig Plätze. Trotz Abbau der Zelte in Eisenstadt liegt das Land mit 98 Prozent unter der Erfüllung der Quote. Immer mehr Quartiere benötigt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
x  |  NOEN, Thomas Koch/shutterstock
Mit dem Abbau der umstrittenen Zelte am Gelände der Bundespolizeidirektion in Eisenstadt übersiedelten rund 170 Flüchtlinge in den Eisenstädter Bauhof.

Sie waren bislang nicht in die Asylquote des Landes eingerechnet worden – was laufende Diskussionen zwischen Land und Bund zur Folge hatte.

1.790 Flüchtlinge befinden sich derzeit im Burgenland in Grundversorgung (Stand: Freitag, 23. Oktober; siehe auch Grafik unten). Obwohl auch in anderen Gemeinden neue Quartiere geschaffen wurden, hält das Land bei 98 Prozent.

„Mit jedem Asyl-Antrag steigt auch die Quote“

Warum die Quote noch immer nicht zu 100 Prozent erfüllt wird, erklärt man auf BVZ-Anfrage im Büro von Soziallandesrat Norbert Darabos so: „Pro Woche gibt es rund 1.200 neue Asylanträge in Österreich. Davon entfallen 80 auf das Burgenland. Und mit jedem Antrag wird auch die Quote nach oben revidiert.“

Ruhig zeigte sich die Lage in der Vorwoche an den burgenländischen Grenzübergängen. Im Referat für Grundversorgung läuft die Suche nach Unterkünften dennoch auf Hochtouren. Zugleich wurde am Dienstag zur neuerlichen Abstimmung der Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen ein weiterer „Asylgipfel“ abgehalten.

x  |  NOEN, Quelle Land Burgenland/Foto Shutterstock/Grafik Bischof