Erstellt am 28. August 2015, 09:49

Flüchtlingsdrama auf A4 - Mehrere Festnahmen. Nach dem Flüchtlingsdrama auf der Ostautobahn (A4), bei dem am Donnerstag bei Parndorf mehr als 70 tote Flüchtlinge im Laderaum eines Kühl-Lkw gefunden wurden, sind mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen worden.

 |  NOEN, Werner Müllner, Bettina Eder

Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" am Freitag online darüber berichtet, dass Schlepper gefasst seien. Vom Innenministerium gab es zunächst keine Bestätigung.

Rätsel um Fahrer des Lkw

Der Fahrer des Lkw, in dem am Donnerstag auf der A4 mehr als 70 Leichen entdeckt wurden, war nach Informationen des rumänischen Außenministeriums kein rumänischer Staatsbürger. Laut slowakischen Quellen soll das Fahrzeug einer ungarischen Firma gehören. Deren Eigentümer, ein Mann namens Janos K., sei auf einem Einzelgehöft nahe der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet gemeldet, hieß es.

Der Lkw soll zunächst an eine slowakische Firma verkauft worden sein, die das Fahrzeug ihrerseits an eine ungarische GmbH weiterverkaufte. Der Sitz dieses Unternehmens sei im 14. Budapester Stadtbezirk, berichteten Medien. Als Geschäftsführer sei seit Mai 2015 ein Ukrainer eingetragen, der in Ungarn nur eine Briefkasten-Adresse haben soll.