Erstellt am 09. März 2016, 09:35

von Richard Vogler

Für Alarmierungen dreifach besetzt. Für die Landessicherheitszentale gibt es in Oberwart eine Ausfallstelle und auch die FF-Landesstelle hält Personal bereit.

Landesfeuerwehrchef Alois Kögl verweist auf weitere Funktionen, für die die Mitarbeiter zuständig sind.  |  NOEN, zVg
Offiziell will von den Kritikern niemand dazu etwas sagen, dennoch ist das Thema so manchem ein Dorn im Auge: Die 24-Stunden-Besetzung der Landesfeuerwehrzentrale.

Landeszentralen-Besetzung: Unmut an der Basis

Zur Vorgeschichte: Die Landessicherheitszentrale wurde im Jahre 2010 eröffnet. Seitdem laufen alle Alarmierungen der Blaulichtorganisationen dort ein, um in weiterer Folge die Einsatzkräfte zu verständigen. In Oberwart gibt es zudem eine weitere Stelle, die bei Ausfällen in der Landessicherheitszentrale zum Einsatz kommen könnte

Jener Umstand, dass auch das Landesfeuerwehrkommando rund um die Uhr mit einem Zivildiener und einem hauptberuflichen Feuerwehrmann besetzt ist, sorgt für Unmut an der Basis. Der Tenor: Dies seien aufgewendete Gelder für Personal, die man andersweitig brauchen könnte.

Katastrophenfall-Szenario noch nicht eingetreten

Die politischen Parteien (SPÖ-Feuerwehrsprecher Ewald Schnecker und Franz Steindl von der ÖVP) und die Führung der Feuerwehr sehen dies anders. Alle drei sprechen quasi von einer „Versicherung“ für Ausfälle bei der Landessicherheitszentrale, von einer „Rückfallsebene“.

Der burgenländische Landesfeuerwehrchef Alois Kögl verweist auf weitere Aspekte: Bei Katastropheneinsätzen ist es wichtig, Feuerwehrmänner vor Ort zu haben, um für Koordinierungsmaßnahmen zur Verfügung zu stehen und erläutert weiters, dass „die angesprochenen Personen auch weitere Funktionen ausüben. Wenn es Feuerwehrkurse gibt, dann nächtigen dort auch mal Jugendliche und es muss eine Aufsichtsperson vor Ort sein und beide erfüllen quasi auch die Funktion eines Hauswartes. Sollte etwas ausfallen, muss dies repariert werden.“

Unterm Strich bleibt die Tatsache, dass es bislang bei der Landessicherheitszentrale noch keinen Ausfall gegeben hat und auch jenes Szenario eines Katastrophenfalles (das letzte Hochwasser im Burgenland datiert aus dem Jahre 2009) noch nicht eingetreten ist.

„Die Regelung wurde bei der Installation der Landessicherheitszentrale vertraglich festgehalten, bald steht die Novellierung des Feuerwehrgesetzes an. Für Neuerungen bin ich natürlich offen“, so Kögl abschließend.