Erstellt am 06. Dezember 2010, 10:55

Für zwei Reifendiebe klickten Handschellen. Die Polizei schnappte in Nickelsdorf zwei Bandenmitglieder, die Reifen und Hydraulikteile in mehreren Bundesländern gestohlen haben sollen. Diebsgut im Wert von rund 10.000 Euro konnte sichergestellt werden.

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Eine Einbruchstour quer durch Österreich hatten zwei Ungarn hinter sich, als für sie am Sonntag im Burgenland die Handschellen klickten. Polizisten stoppten den Kastenwagen der beiden Männer auf der A4 bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) und fanden im Laderaum gestohlene Reifen und Hydraulikteile. Die zwei Verdächtigen im Alter von 35 und 38 Jahren wurden in Untersuchungshaft genommen, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Montag.

Gegen 11.00 Uhr stoppten Beamte den ungarische Kastenwagen, der alte Reifen geladen hatte. Beim genaueren Hinsehen fanden die Polizisten darunter versteckt acht neue Lkw-Pneus. In den Reifen befanden sich 32 Hydraulikschläuche und 33 Packungen mit Hydraulikanschlüssen. Auch Einbruchswerkzeug in Gestalt eines Geißfußes wurde sichergestellt.

Erhebungen ergaben, dass ein Teil des Diebesgutes von Einbrüchen bei Firmen in Tamsweg (Salzburg) und Wolfsberg (Kärnten) stammten. Damit konfrontiert, zeigten sich die beiden Verdächtigen laut Sicherheitsdirektion geständig. Die Ermittler fanden auch heraus, dass die gestohlenen Reifen von einem Coup stammten, der bereits am 28. April verübt worden war. Die Ungarn gaben zu Protokoll, dass sie die Reifen von zwei Türken erstanden hätten, um sie in ihrem Heimatland gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Die zwei Männer wurden in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Das Diebesgut im Wert von rund 10.000 Euro wurde sichergestellt.