Erstellt am 01. Januar 2012, 11:58

Gasexplosion: Leichenteile in zerstörtem Haus gefunden. Nach der Gasexplosion am Silvesterabend in der Wulzendorfstraße in Wien-Donaustadt sind am Neujahrstag am Vormittag Leichenteile in den Trümmern des zerstörten Hauses gefunden worden.

Das berichtete Johannes Zinschitz von der Wiener Feuerwehrdirektion. Wie bereits von der Polizei vermutet, dürfte es sich dabei um den 44-jährigen Reihenhausbesitzer Peter K. handeln. Eine Identifizierung der Leiche soll Klarheit schaffen. Durch die Explosion und dem anschließenden Brand wurde das Haus dem Erdboden gleichgemacht.

Die Feuerwehr hat die gesamte Silvesternacht die Glutnester nach der Gasexplosion bekämpft. Die Brände der beiden benachbarten Häuser, die laut Zinschitz nicht mehr bewohnbar sind, waren gelöscht. Am Neujahrstag galt es, letzte brennende Stellen des völlig zerstörten Hauses zu löschen. Stück für Stück wurde im Beisein der Tatortgruppe der Schutthaufen, das einmal ein Reihenhaus war, abgebaut. Dabei wurden auch die Leichenteile von Peter K. gefunden.

Die Feuerwehr wird nach Angaben von Zinschitz noch einige Zeit eine Brandwache abhalten. Kleinere Rauchschwaden waren am Sonntag noch zu sehen. Was die Explosion im Endeffekt ausgelöst hat - ob durch den 44-Jährigen absichtlich herbeigeführt oder nicht - war noch Gegenstand von Ermittlungen. Der Mann dürfte zuvor die die Gaszufuhr geöffnet haben.

Das Haus, das sich in einer Reihe mit drei weiteren befand, war am Silvestertag gegen 17.00 Uhr durch eine Explosion und einem anschließenden Brand völlig zerstört worden. Die Polizei ging davon aus, dass der 44-Jährige durch Aufdrehen des Gashahnes Selbstmord begangen hat. Laut Anrainern äußerte der Mann einige Tage vor dem Unglück Suizidabsichten.

Durch die Wucht der Explosion wurden die beiden benachbarten Häuser arg in Mitleidenschaft gezogen, sie galten als einsturzgefährdet. Glücklicherweise wurde keiner der Nachbarn verletzt. Ein Haus stand zum Zeitpunkt der Explosion leer, aus dem zweiten flüchteten eine Mutter mit ihrer Tochter unverletzt. Für die Bewohner der Nachbarhäuser mussten Ersatzquartiere gefunden werden.