Erstellt am 28. August 2015, 14:12

Gedenkstätte auf Burg Schlaining. Zur Erinnerung an die im Lkw auf der A4 (Ostautobahn) entdeckten 71 toten Flüchtlinge will das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) auf Burg Schlaining eine Gedenkstätte errichten

Burg Schlaining  |  NOEN, Ueb-at/Wikimedia
Die Gedenkstätte soll als Mahnmal dienen - "im Gedenken an all die Tausenden, die auf der Flucht in ein besseres Leben auf so tragische Weise tagtäglich umkommen", hieß es am Freitag in einer Aussendung.

Damit greife man die Initiative eines Unbekannten auf, der Freitagfrüh beim Eingangstor der Burg eine Kerze entzündet hatte. Die Stätte wolle aber auch als Aufforderung an Österreich und die EU verstanden werden, dass über nationale Grenzen hinweg und auf allen Ebenen etwas getan werden müsse, um weitere Tote zu verhindern.

"Zeichen der Menschlichkeit"

Alle, die ein "Zeichen der Menschlichkeit" setzen wollen, sind eingeladen, sich mit Kerzen und Blumen an dieser Gedenkstätte zu beteiligen.

Als Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung sei es für das ÖSFK ein Gebot der Stunde, seine internationale Expertise im Bereich Friedensbildung in dieser schweren Krise zur Verfügung zu stellen. Am Friedensinstitut arbeite man daher an einem Konzept mit konkreten Handlungsempfehlungen, vorerst mit Fokus auf Österreich. Europäische Lösungsansätze seien dabei mitgedacht worden.

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