Erstellt am 07. August 2015, 11:58

von LPD NÖ

Geklärt: 18 Einbrüche in Fahrscheinautomaten. Seit Ende März 2015 kam es in Niederösterreich, Wien und Burgenland zu einer Serie von Fahrscheinautomateneinbrüchen mit selber Vorgangsweise.

 |  NOEN, © LPD NÖ
Automatentüren wurden von den Tätern angehoben, mittels Schraubenzieher aufgezwängt und die Geldkassette brutal aus der Halterung geschlagen. Es entstand eine Gesamtschadenshöhe von 71.000 Euro (Sachschaden und gestohlenes Geld).

Aufgrund umfangreicher und langwieriger Ermittlungen durch Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl und Einbruch, wurde ein vorbestrafter 30-jähriger rumänischer Staatsangehöriger als Täter ausgeforscht. Als Mittäter konnte ein 34-jähriger rumänischer Staatsbürger ermittelt werden.

30-jähriger Landsmann als Haupttäter belastet

Dieser Mittäter wurde am 15. Mai 2015 in Deutschland wegen Schlepperei in Untersuchungshaft genommen. Bei einer Beschuldigtenvernehmung in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim legte er ein umfassendes Geständnis ab und belastete seinen 30-jährigen Landsmann als Haupttäter. Gegen den 34-Jährigen  wurde ein EU-Haftbefehl erwirkt, er wurde am 21. Juli 2015 von Deutschland nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

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Durch weitere Ermittlungen wurde festgestellt, dass ein 24-jähriger Rumäne der neue Mittäter des 30-Jährigen Haupttäters ist. Mit Unterstützung des Einsatzkommandos COBRA wurden der 30-jährige Haupt- und der 24-jährige Mittäter aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in einem Zimmer eines Hotels in Wien 3. widerstandslos von den Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl und Einbruch, festgenommen. Bei den anschließenden Vernehmungen zeigten sich die beiden Täter geständig. Die Staatsanwaltschaft stellte die Untersuchungshaft in Aussicht und verfügte die Einlieferung in die Justizanstalt Korneuburg.

18 Einbruchdiebstähle in Fahrscheinautomaten

Den Beschuldigten konnten insgesamt 18 Einbruchdiebstähle in Fahrscheinautomaten nachgewiesen werden. 16 Einbrüche wurden an Bahnhöfen zum Nachteil der ÖBB und 2 Einbrüche bei U-Bahn-Stationen zum Nachteil der Wiener Linien begangen.

Außerdem geklärt wurde eine gefährliche Drohung gegenüber einem Zeugen, der in Schwechat die Täter bei einem Einbruch beobachtete. Der 24-jährige Beschuldigte bedrohte dabei den Zeugen mit einem großen Schraubenzieher, den er dem Zeugen an die Brust hielt. Nachdem der Zeuge die Hände in die Höhe streckte, ließ der Beschuldigte von ihm ab und flüchtete.
 

Die Einbruchsdiebstähle wurden an folgenden Bahnhöfen verübt:
Brunn am Gebirge, Wien-Simmering, Klosterneuburg, 2x Gumpoldskirchen, 2x Gedersdorf, Hadersdorf am Kamp, Neusiedl am See, Petronell Carnuntum, Bad Deutsch-Altenburg, Schwechat, Markersdorf an der Pielach, Sollenau, Gramatneusiedl, Neulengbach, 2x U-Bahnstation Zippererstraße 1100 Wien.