Erstellt am 02. Januar 2012, 12:23

Gemeinden rüsten zum Weihnachts-Kehraus. Noch erstrahlen in Burgenlands Haushalten Zigtausende Bäume im weihnachtlichen Lichterglanz. Doch bald ist es mit der Pracht im Wohnzimmer und der festlichen Beleuchtung in den Straßen wieder vorbei.

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Denn in den Gemeinden rüstet man sich schon zum großen Kehraus. Manche Kommunen beginnen bereits heute, Montag, mit dem Abbau der Weihnachtsbeleuchtung. Die Christbäume werden dann vielerorts ab 9. Jänner eingesammelt und großteils zu Hackschnitzeln verarbeitet.

In Eisenstadt beginnen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs am kommenden Montag mit der Entsorgung der Christbäume. Drei Lkw mit jeweils drei Mann sollen binnen drei Wochen für den Abtransport der rund 3.000 Bäume in der Landeshauptstadt sorgen. Der grüne Aufputz bringt es auf ein Gesamtgewicht von rund 32 Tonnen. Rund 400 Arbeitsstunden werden für die Entsorgung aufgewendet. Die Gesamtkosten beziffert man im Rathaus mit rund 14.000 Euro. Für den Abtransport sind die Bäume am Gehsteig abzulegen. Lametta, Kerzen und anderer Schmuck muss zuvor entfernt werden. Die Abholung ist laut Mitteilung für die Bürger kostenlos.

In Eisenstadt rückt zusätzlich zu den Lkw auch ein Hubsteiger aus: "Wir fangen heute schon mit dem Entfernen der Weihnachtsbeleuchtung an", so Alfred Schlögl von den Wirtschaftsbetrieben. Der Auf-sowie der Abbau der rund 215 Leuchtkörper beschäftigt jeweils drei Mitarbeiter zwischen zwei und drei Wochen.

Bis zu 2.000 Christbäume gilt es ab kommenden Montag für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in Oberwart einzusammeln, so Bauhofleiter Roland Poiger. Die Kosten für den Einsatz werden auf rund 10.000 Euro geschätzt. "Wir haben auf einer gemeindeeigenen Deponie die Möglichkeit, sie zwischenzulagern", erläuterte Poiger. In Zusammenarbeit mit der Firma Sonnenerde in Riedlingsdorf werden die Weihnachtsbäume dann gehäckselt. Eine Woche lang rücken zehn Mitarbeiter mit Pritschenwagen aus. "Wir versuchen, das kompakter zu halten", so Poiger. In dieser Zeit wird auch die Weihnachtsbeleuchtung abgebaut.

In Mattersburg mit seinen rund 1.300 Haushalten rechnet Bauhof-Chef Günter Dorner mit etwa 1.000 Bäumen, die beseitigt werden müssen. "Wir starten ab 16. Jänner", erzählte Dorner. Der Winterdienst, der täglich ab 4 Uhr die Runde macht, nehme aber auch schon vorher vereinzelt Bäume mit, wenn die Mitarbeiter welche liegen sehen. Beim Abtransport sind dann vier Mann mit zwei Fahrzeugen unterwegs: "Die fahren drei Tage ganz Mattersburg ab, bis sie alle Christbäume eingesammelt haben." Auf rund 2.000 bis 2.500 Euro schätzt der Bauhofleiter die dabei anfallenden Kosten.

Auch in Mattersburg landen die Bäume zunächst auf einer Deponie. Nach etwa 14 Tagen werden sie dann gehäckselt und kommen in ein Heizwerk, schilderte Dorner. Im Stadtgebiet sorgten diesmal drei große Christbäume und ein überdimensionaler Adventkranz in einem Kreisverkehr für weihnachtliche Stimmung. Sie sollen im Lauf der kommenden Tage ebenso abgebaut werden wie die Sterne, die in den vergangenen Wochen das Stadtbild prägten.