Erstellt am 26. Januar 2011, 15:45

Gesundheitsgefährdende Stoffe in Heimwerkerprodukten. Viele Werkzeuge enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe, machte am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Eisenstadt die Arbeiterkammer (AK) Burgenland aufmerksam.

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Das Umweltbundesamt hatte im Auftrag der AK 17 Heimwerkerprodukte überprüft. Neun davon wurden mit mangelhaft oder nicht genügend bewertet und sind für den längeren Kontakt mit der Haut nicht geeignet. Drei Werkzeuge waren sehr hoch mit krebsauslösenden PAK belastet und fünf Produkte wiesen hohe Konzentrationen des Kunststoffweichmachers DEHP auf.

Eingekauft wurde in sechs Baumärkten, geprüft auf krebsauslösende PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und den Kunststoffweichmacher DEHP, Di(2-ethylhexyl)phthalat. Drei Artikel - ein Teleskopschraubendreher der Marke OK. (Baumax), ein Gummihammer (Zgonc) und ein Schlosserhammer der Firma Starke (Hornbach) waren laut AK im Vergleich zum Grenzwert von 0,2 mg/kg sehr hoch (bis über 4.000-fach) mit den krebsauslösenden PAK belastet. Diese Produkte wiesen auch hohe Konzentrationen an DEHP auf. Vier weitere Produkte seien zusätzlich aufgrund des PAK-Gehaltes nicht für den längeren Kontakt mit der Haut (mehr als 30 Sekunden) geeignet, zwei Werkzeuge hätten hohe Konzentrationen des Kunststoffweichmachers DEHP aufgewiesen, so die Konsumentenschützer.

"PAK und DEHP sind ein Risiko für Mensch und Umwelt", betonte Sabine Cladrowa, Leiterin der Abteilung Chemikalien im Umweltbundesamt. "Sie gelangen hauptsächlich durch den Hautkontakt in den Körper. PAK können das Krebsrisiko erhöhen und DEHP auch den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Zudem belasten PAK- und DEHP-haltige Produkte nach ihrem Gebrauch als Abfälle die Umwelt."