Erstellt am 10. Februar 2015, 10:52

von APA Red

AK warnt vor zwei Werbefahrtenanbietern. Die Arbeiterkammer Burgenland warnt vor zwei Werbefahrtenanbietern, die derzeit im ganzen Bundesland Einladungen ausschicken. Die "Rätselfreunde K.G." locke mit einem Gewinn von 2.500 Euro.

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Die Gewinner sollen von einem Chauffeur zur Gewinnübergabe im feierlichen Rahmen abgeholt werden, landen in Wahrheit jedoch bei einer Werbeverkaufsveranstaltung in Ungarn, so die AK am Dienstag.

Die "Rätselfreunde K.G." gehe besonders perfide vor, weil sie in ihre Einladungen sieben Jahre alte Teilnahmekärtchen drucke, die von den angeblichen Gewinnern im Zuge eines Energiegewinnspieles ausgefüllt worden waren. "Das ist natürlich besonders schlecht, weil wir immer warnen: Wenn Sie nicht mitgespielt haben, dann ist da auch nichts dran. Jetzt erkennen die Leute aber ihre Handschrift auf dem Schreiben und sagen: Aber da habe ich ja wirklich mitgespielt. Deswegen glauben das viele", so Konsumentenschützerin Eva Schreiber.

"Angst, nicht mehr nachhause zu kommen"

Statt einem Chauffeur kommt jedoch ein Bus und sammelt jene entlang der Fahrtroute ein, die sich für die Veranstaltung angemeldet haben. In Ungarn erhalten die "Gewinner" laut AK aber ein Rubbellos statt der angekündigten 2.500 Euro, ehe sie eine stundenlange Präsentation über sich ergehen lassen müssen. Beworben werden Gesundheitsprodukte, die im Rahmen der Veranstaltung zu weit überhöhten Preisen verkauft werden. "Etwa zwanzig Personen haben sich bisher bei uns gemeldet, zwei haben teilgenommen. Wer dort sitzt, hat Angst, nicht mehr nach Hause zu kommen, und wird vom Moderator ausgelacht", schilderte die Konsumentenschützerin.

Auch die Einladung zur "großen Aroma-Kaffee-Show" lande derzeit bei vielen Burgenländern im Briefkasten. Hier sollen die Teilnehmer den Kaffeeautomaten "Designline 707" erhalten, der erst ab November im Fachhandel erhältlich sein soll. "Mit diesem Schmäh wurde schon vor zwei Jahren in anderen Bundesländern gearbeitet. In Niederösterreich waren die Betreiber richtig erfolgreich. Bei uns läuft die Sache gerade erst an", sagte Schreiber.

Sie warnt generell vor der Teilnahme an derartigen Veranstaltungen. "Die Konsumenten haben zwar ein Rücktrittsrecht, die Firmen verstecken sich aber oft hinter Postfachadressen und reagieren auf Rücktrittsschreiben erfahrungsgemäß nicht. Der Rücktritt müsste dann gerichtlich durchgesetzt werden - das ist teuer und oft bleiben die Kläger auf den Kosten sitzen", so Schreiber.