Erstellt am 21. Dezember 2011, 12:27

Grenzübergänge im Burgenland zu verkaufen. Die Grenzkontrollen auf den Fahrten vom Burgenland ins benachbarte Ungarn sind Geschichte, sechs der ehemaligen Grenzübergänge allerdings noch vorhanden. Ab 2012 werden diese Objekte öffentlich zum Kauf ausgeschrieben.

Das teilte Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) mit. Die BIG und das Land Burgenland teilen sich bei der Verwertung die Aufgaben. Der Vertrag über die einzelnen Zuständigkeitsbereiche wurde am Mittwoch in Klingenbach unterzeichnet.

Im Vertrag sind sämtliche Eigentumsverhältnisse sowie Rechte und Pflichten der Liegenschaften festgehalten und die Zuständigkeit für etwaige Demontagen, Abbrüche oder Entsorgungen von Flugdächern, Kiosken und Schranken geregelt. Beim Grenzübergang Klingenbach übernimmt die BIG "die Entfernung und Entsorgung des Flugdachs, der darunter befindlichen vier Kioske, des linksseitigen Abfertigungsgebäudes einschließlich Rampe und Hebebühne und elf elektrischer Schrankenanlagen", erläuterte Weiss.

Das Land Burgenland übernehme die bestehende Brückenwaage samt Flugdach und drei Kiosken sowie unter anderem die Entfernung sämtlicher nicht mehr benötigter Fahrbahnteiler, dreier Überkopfwegweiser und der nicht mehr notwendigen Straßenausrüstung samt Entsorgung. Laut Straßenbaureferent Helmut Bieler (S) ist das Burgenland das erste Bundesland, das die Umgestaltung der ehemaligen Grenzübergänge in Angriff genommen hat.

Im Burgenland wurden laut BIG bis dato fünf kleinere Grenzkontrollstellen in Mörbisch, Kalch, Tauka, Mogersdorf und Strem verkauft. Die sechs größeren, die ab 2012 zum Kauf ausgeschrieben werden, befinden sich in Nickelsdorf, Deutschkreutz, Rattersdorf, Heiligenkreuz im Lafnitztal, Bonisdorf und in Klingenbach. Österreichweit hält die BIG aktuell rund 20 Grenzstationen im Bestand, vier davon (in Weigetschlag, Gries am Brenner, Thörl-Maglern und Lavamünd, Anm.) sind im Verkauf.