Erstellt am 05. September 2011, 10:12

Grüne wollen Jagdreise von Beyrer untersuchen. Die Grünen wollen die Jagdreise von ÖIAG-Chef Beyrer auf Einladung der Telekom Austria unter die Lupe genommen wissen. Sie orten bei Beyrer Befangenheit bei der Aufklärung des Korruptions-Skandals bei der Telekom.

"Das wird Folgen haben", sagte Grün-Politiker Pilz zur Tageszeitung "Österreich". "Die Rolle des Herrn Beyrer wird ein Fall für den kommenden U-Ausschuss."

Das Beispiel zeige einmal mehr "die Verwahrlosung der politischen Sitten in der ÖVP". Rund um "diese Jagdgesellschaften" werde noch viel ans Licht kommen, meint Pilz.

Beyrer war Berater des ehemaligen Bundeskanzlers Schüssel, in dessen Regierungszeit zahlreiche Skandale rund um den Lobbyisten Peter Hochegger passiert sein sollen. So war kürzlich bekanntgeworden, dass sein damaliger Vizekanzler Gorbach von der Telekom ungerechtfertigterweise 264.000 Euro bekommen haben soll. Gorbach bestreitet das.

Der Aufsichtsrat der Telekom unter der Führung von Aufsichtsratspräsident Beyrer hat jüngst beschlossen, einen Kontrollausschuss unter Leitung von Beyrer einzurichten. Dieser soll dann unter anderem die Geldzuwendungen an die Lobbyisten Hochegger und Alfons Mensdorff-Pouilly untersuchen.

Pikant ist, dass Beyrer bei der heurigen Wahl zum ÖIAG-Chef Konkurrenz durch den ehemaligen Telekom-Chef Boris Nemsic gehabt hatte. Nemsic saß zum Zeitpunkt der Kursmanipulation im Jahr 2004 im Vorstand der Telekom Austria.