Erstellt am 13. Januar 2012, 12:18

Haftstrafen für Rapid-Schläger. Mit Schuldsprüchen wegen Landfriedensbruchs für sämtliche 29 Angeklagte ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen Rapid-Fans zu Ende gegangen.

Sie sind nach Ansicht des Schöffensenats am 21. Mai 2009 zum Westbahnhof gezogen, um sich dort mit von einem Auswärtsspiel heimkehrenden Austria-Fans und der Polizei gewalttätige Auseinandersetzungen zu liefern.

Für die Rädelsführer setzte es teilweise unbedingte Freiheitsstrafen. Einer der Chefs der "Ultras Rapid" fasste 14 Monate unbedingt aus. Der 29-jährige Vorsänger wies bereits zwei einschlägige Vorstrafen aus, darunter eine zwölfmonatige Bewährungsstrafe wegen Landfriedensbruchs im Zusammenhang mit Ausschreitungen nach einem Rapid-Auswärtsspiel in Kapfenberg.

Ein weiterer, ebenfalls zweifach vorbestrafter Mann, der sich ebenfalls in führender Rolle am Westbahnhof hervorgetan haben soll, bekam ein Jahr unbedingt. Die übrigen Fans wurden zu Bewährungsstrafen zwischen elf Wochen und acht Monaten verurteilt, wobei vier von ihnen aufgrund von Vormerkungen im Strafregister zusätzlich unbedingte Geldstrafen zwischen 3.420 und 4.500 Euro aufgebrummt bekamen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.