Erstellt am 02. Dezember 2010, 13:47

Hagel verursachte im Burgenland heuer 5 Mio. Euro Schaden. Hagel hat bei Burgenlands Landwirten 2010 einen Gesamtschaden im Ausmaß von 5 Mio. Euro verursacht, zog die Österreichische Hagelversicherung am Donnerstag in Eisenstadt Bilanz.

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 Im Vergleich zu den Katastrophenjahren 2008 und 2009 seien die Hagelschäden heuer kleinräumiger ausgefallen. Auch in Niederösterreich, der Steiermark und in Tirol seien schwere Schäden verzeichnet worden. "In Summe hatten wir in etwa 50 einzelne Hagelereignisse, die (österreichweit, Anm.) 80.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche in Mitleidenschaft gezogen haben", so der Landesleiter für das Burgenland, Günther Kurz.

   Damit bleibe der Hagel "das Risiko ersten Ranges". Im Burgenland hatte es am 13. Juni die Bezirke Eisenstadt und Mattersburg und am 23. Juli den Bezirk Jennersdorf schwer erwischt. Am 14. August waren erneut die Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf von Unwettern mit Hagel betroffen. Die zum Teil golfballgroßen Hagelschloßen verursachten massive Schäden - besonders an den Kulturen Ackerbau, Obstbau und Weinbau, so Kurz.

   Bei den Unwettern am 14. August dieses Jahres hätten die Sachverständigen der Hagelversicherung noch am selben Tag mit der Schadenserhebung an Ort und Stelle begonnen. Die ermittelten Schadensquoten werden in einen Tablet PC übertragen und sofort verarbeitet. "Die ersten Entschädigungszahlungen wurden binnen einer Woche an die Betriebe überwiesen", so Kurz.

   Es stehe keine Prämienerhöhung zur Diskussion. Die Strategie der Hagelversicherung liege in einem kontinuierlichen Wachstum, um das Risiko stärker zu streuen. Dadurch könnten die Prämien stabilgehalten werden. Neben Hagel würden sich immer mehr Landwirte auch gegen Elementarrisiken wie Frost, Dürre oder Überschwemmungen absichern, meinte Kurz. Charakteristisch für das Jahr 2010 sei die Vielfalt der Schäden gewesen.

   Im Burgenland sind von insgesamt 154.000 Hektar Acker-, Wein- und Obstbauflächen etwa 124.000 Hektar versichert. Mehr als 80 Prozent der versicherten Landwirte hätten eine Mehrgefahrenversicherung abgeschlossen, so Kurz. Das Land Burgenland hat als Zuzahlung für die Hagelversicherung im Budget 2011 rund 990.000 Euro veranschlagt, erklärte Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (V). Die Mittel, die gesetzlich vorgeschrieben seien, werden jeweils aufgrund der vergangenen drei Schadensjahre berechnet und steigen im Landeshaushalt 2011 um 25 Prozent.