Erstellt am 07. Mai 2013, 13:36

Hagelschäden sind enorm. Die ersten schweren Hagelunwetter richteten Schäden in den Weingärten in Horitschon, Großwarasdorf und Deutschkreutz an. In Nikitsch erlitten die Zuckerrüben Schäden.

Hagel: In Raiding waren die Straßen wegen des starken Hagels weiß.  |  NOEN
Mit schweren Hagelunwettern Samstagabend begann im Burgenland die „Hagelsaison“.
Betroffen waren im Bezirk mit bis zu zwei Zentimetern großen Hagelkörnern die Gemeinden Großwarasdorf, Horitschon, Deutschkreutz und Nikitsch. „Im Bezirk Oberpullendorf sind zirka 500 Hektar landwirtschaftliche Fläche geschädigt. Das genaue Schadensausmaß können wir noch nicht sagen. Es gab schwere Schäden beim Wein sowie massive Zuckerrübenschäden in Nikitsch. Wir sind natürlich schon in den betroffenen Ortschaften unterwegs, um das genaue Schadensausmaß feststellen zu können “, schilderte Günther Kurz, Landesleiter der Österreichischen Hagelversicherung.
 
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In Horitschon gibt es 100 Hektar Weingärten. Obmann Franz Strass schätzt, dass zirka 20 Prozent der Flächen beschädigt sind. „Es sind auch Totalschäden dabei. Auf den betroffenen Flächen wird es heuer keine Ernte geben. Es spielt zwar qualitativ keine Rolle, quantitativ aber sehr wohl.“
 
Auch in Deutschkreutz sind Schäden an den Blättern der Rebstöcke entstanden. „Qualitätsmäßig werden wir keine Einbuße haben, da die Triebe noch sehr jung sind“, erklärt Albert Gesellmann, Weinbauvereinsobmann in Deutschkreutz. In Raiding hagelte und regnete es am Samstag innerhalb weniger Minuten extrem. Das führte dazu, dass mehrere Keller, Hauseinfahrten, Parkplätze und Straßen verschlammt und unter Wasser gesetzt wurden.

Nach mehreren Anrufen der Ortsbevölkerung alarmierte Ortsfeuerwehrkommandant Gerhard Landauer seine Kameraden und löste die Feuerwehr-Sirene per Hand aus. Später bekam die Feuerwehr Raiding Unterstützung von der Straßenmeisterei, die mit Schneepflug und Kehrmaschine die Straßen von Hagelkörnern und Schlamm befreite. Bis in die späten Nachtstunden war die Feuerwehr Raiding im Einsatz. Am Freitag wurden im Gemeindegebiet in Piringsdorf Fahrbahnen überflutet. Geröll und Schlamm lag auf der Straße. Die Feuerwehr Piringsdorf war im Einsatz und säuberte die Straße. Die B50 war schwer passierbar, wurde jedoch nicht gesperrt.

Auch Auspumparbeiten in mehreren Kellern mussten durchgeführt werden. Am Samstagvormittag hatten die Florianis eine Fahrzeugbergung aufgrund von Unterspülung des Radweges zwischen Piringsdorf und Dörfl und am Samstagnachmittag führte die Feuerwehr Absperrarbeiten wegen Hangrutschungen durch.