Erstellt am 08. Mai 2012, 12:59

Haushalte erzielten 2011 neuen Müllsammel-Rekord. Die ARA (Altstoff Recycling Austria AG), Sammlerin und Verwerterin von Verpackungen in Österreich, hat im vergangenen Jahr insgesamt 834.300 Tonnen Packstoffe gesammelt.

Das entspricht gegenüber 2010 (835.100 Tonnen) einem minimalen Minus von 800 Tonnen. Recycelt wurden 782.000 Tonnen Material, der Rest entsorgt. Einen Rekord beim Sammeln von Müll erzielten hingegen die heimischen Haushalte.

"Alleine von den Haushalten wurden 514.700 Tonnen Papier-, Glas-, Alu- und Leichtverpackungen gesammelt - ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber 2010 und ein neuer Rekord", sagte ARA-Vorstand Christoph Scharff am Dienstag vor Journalisten. Österreich befinde sich beim Altstoffsammeln im europäischen Spitzenfeld.

Die ARA verzeichnete im Vorjahr 159 Mio. Euro Lizenzeinnahmen, für heuer rechnet man mit Lizenzeinnahmen von 146 Mio. Euro - wegen der mit 2012 umgesetzten Tarifsenkung von 9 Prozent. Im Vergleich zu 1995 fielen die Tarife um 57 Prozent von 310 Euro pro Tonne auf das nunmehrige "All-Time-Low" von 133 Euro pro Tonne. Zusätzlich zu den Lizenzeinnahmen erwirtschaftet die ARA pro Jahr aber auch rund 35 Mio. Euro Altstofferlöse.

Scharff sprach in Sachen der recycelten Stoffe von "einer wichtigen Rohstoffquelle für die heimische Wirtschaft". Angesichts knapper Primärvorkommen werde der Beitrag zur Ressourcenschonung immer wichtiger. Von den 782.000 Tonnen des verwertbaren gesammelten Materials wurden aus 86 Prozent neue Verpackungen, 14 Prozent dienten der Industrie als Ersatzbrennstoff für Erdöl oder Erdgas. So wurden 615.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

Im Österreichschnitt wurden pro Haushalt im vergangenen Jahr 118 Kilogramm Verpackungen getrennt gesammelt, ein Plus von einem knappen Prozent. Spitzenreiter waren 2011, wie schon 2010, die Vorarlberger. Sie sammelten 150 Kilo Verpackungen inklusive Papier (2010: 149 Kilo). Schlusslicht waren die Wiener mit "nur" 94 Kilo. Damit trennten die Hauptstädter 2011 im Durchschnitt auch um zwei Kilo weniger Verpackungsabfall als anno 2010 mit 96 Kilogramm.