Erstellt am 07. August 2013, 16:00

Haydn-Kräutergarten in Eisenstadt gibt seine Geheimnisse preis. Neben den Spuren des musikalischen Schaffens von Joseph Haydn finden Besucher in Eisenstadt den Küchen- und Kräutergarten, den der Komponist 1766 zusammen mit dem Wohnhaus in der Haydngasse erwarb.

Nicht nur Spuren des musikalischen Schaffens von Joseph Haydn finden Besucher in Eisenstadt. In der Bürgerspitalgasse liegt jener Küchen- und Kräutergarten, den der Komponist 1766 zusammen mit dem Wohnhaus in der Haydngasse erwarb.

Interessierte können sich bei einer Führung am 17. August in die Geheimnisse des Gartens, in dem heute ganz nach dem Vorbild des Originals an die 100 Kräuter gedeihen, einweihen lassen. Bereits im Jahr 2002 war der Garten, in dem Haydns Frau Aloysia einst Kräuter zum Gebrauch im Haushalt pflanzte, neu angelegt worden.

Dabei habe man versucht, dem ursprünglichen Zustand zur Zeit Haydns möglichst nahe zu kommen: "Alle Kräuter, die jetzt drinnen wachsen, die hat es damals im Barock auch schon gegeben", so Ilse Madner von der Kultur-Service Burgenland GmbH zur APA. Früher lagen die Gärten außerhalb der Stadtmauern von Eisenstadt. Wenn jemand ein Haus erwarb, habe dazu oft auch ein Kräutergarten gehört.

Führungen gewähren Einblick in Verwendung der Kräuter in Barockzeit

Bei Führungen können die Besucher unter anderem erfahren, wie Kräuter in der Barockzeit gebraucht wurden. Efeu etwa habe man früher im Barock als Waschlauge verwendet, schilderte Madner: "Mit Efeu hat man Wäsche gewaschen. Heute wird aus Efeuextrakt Hustensaft gewonnen." Ein anderes Beispiel ist die Süßdolde, deren Blüten in ein Leinensackerl gebunden und als Möbelpolitur verwendet wurden.

Die nächste Führung "Geheimnisse aus Frau Haydns Garten" am 17. August findet für Erwachsene statt. Gruppenbuchungen seien jederzeit möglich, so Madner.

Für Kinder wird eine eigene Führung unter dem Motto "Die Sinfonie der Küchenkräuter" angeboten. Im kommenden Jahr ist auch ein neuer Kräuterworkshop für Kinder und Familien geplant.