Erstellt am 19. Juni 2012, 12:40

Hitze: Badeseen sorgen noch für Abkühlung. Noch bieten Österreichs Badeseen Abkühlung für Wasserratten. Tagelange Temperaturen über 30 Grad Celsius lassen die Gewässer aber langsam auf Badewannentemperaturen ansteigen. Neue Hitzerekorde wurden bislang allerdings noch nicht verzeichnet.

Am wärmsten ist es heute, Dienstag, am steirischen Stubenbergsee mit 27 Grad. Für Gänsehaut sorgt hingegen der Attersee in Oberösterreich mit 18 Grad. Den Tiefstwert erreicht der Achensee in Tirol mit 13 Grad, wie der ARBÖ-Informationsdienst meldete.

Im Burgenland bietet lediglich der Neufeldersee mit 22 Grad Erfrischung. Am Neusiedler See und am Sonnensee Ritzing wurden jeweils angenehme 24 Grad und am Badesee Burg sowie am Badesee in Rauchwart 25 Grad gemessen.

Große Temperaturschwankungen gibt es hingegen bei den Kärntner Seen. Während vom Linsendorfer See kühle 15 Grad gemeldet wurden, bieten der Wörthersee, der Weißensee, der Pressegger See, das Naturschwimmbad Radnig und der Längsee jeweils angenehme 23 Grad. In Niederösterreich war es im Aubad Tulln mit 25 Grad am wärmsten, der Lunzer See mit 19 Grad am kältesten.

In Oberösterreich ist es am Dienstag im Gewässer des Naturerlebnisbad Gallspach mit 25 Grad am wärmsten gewesen, der Attersee war mit 18 Grad Schlusslicht, davor reihte sich der Traunsee mit 19 Grad.

Der Salzburger Teil des Wolfgangsees war mit 23 Grad der wärmste Badesee im Bundesland, während vom Badesee in Flauchauwinkl nur 15 Grad gemeldet wurden. Kalt waren Dienstagvormittag auch noch der steirische Ödensee (17 Grad) und der Erlaufsee (18 Grad), während es sich im Bade- und Freizeitpark Sinwelt bei 25 Grad gut planschen ließ.

Mit immerhin 22 Grad waren die Badeseen Umhausen, Piburgersee, Thiersee und Walchsee Spitzenreiter in Tirol, während der Urisee mit 17 Grad und der Achensee mit 13 Grad noch für Frösteln sorgten. Vom Bodensee meldete der ARBÖ 24 Grad. In der Alten Donau in Wien wurden 21 Grad gemessen, die Neue Donau hatte 20 Grad.

Im Juni bisher keine Rekorde gebrochen
Viel Schweiß, aber vorläufig kein Rekord: Auch wenn Österreich derzeit unter den tropischen Temperaturen leidet, Höchstwerte für den meteorologischen Frühsommer wurden bisher nicht erreicht. Laut der Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gab es die zehn absoluten Junihöchstwerte im Jahr 2000 sowie im Jahr 1950. Rekordhalter ist Langenlebarn bei Tulln, wo die Menschen am 22. Juni 2000 unter 37,2 Grad stöhnten.

Bei den bisherigen Höchstwerten der Landeshauptstädte hat Wien die Nase vorn, am 30. Juni 1950 verzeichnete die Messstation Mariabrunn heiße 36,8 Grad. Auf Platz zwei liegen ex aequo Graz und Innsbruck, hier schwitzten die Menschen am 23. bzw. am 20. Juni 2002 bei 36,3 Grad. Der 30. Juni 1950 bescherte auch St. Pölten den bisherigen Rekordwert, auf 36,2 Grad stieg hier das Thermometer.

In Eisenstadt war es wieder der 22. Juni 2000, der den Höchstwert verzeichnete: 36,1 Grad. Der bisherige Rekordwert in Salzburg lag schon unter der 36-Grad-Marke, dennoch mussten die Menschen am 14. Juni 1980 tropische 35,6 Grad ertragen. In Klagenfurt bescherte wiederum der 23. Juni 2002 den Einwohnern den Höchstwert - 35,3 Grad. Auf gerade noch 35 Grad kletterte das Thermometer am 20. Juni 2007 in Linz. Die westlichste Landeshauptstadt Österreichs - Bregenz - war laut Statistik zumindest bisher die "kühlste" - 34,9 Grad betrug der bisherige Spitzenwert am 23. Juni 2003.