Erstellt am 07. August 2013, 12:30

Hitze - Die Temperatur-Rekorde von Andau bis Feldkirch. Dellach im Drautal kennt mittlerweile fast jeder Österreicher.

Sonne-Wolken-Blauer Himmel  |  NOEN, Malu Melanie Schuster
Der Hotspot im südlichsten Bundesland Kärnten gilt als Garant für Hitzerekorde und hat jüngst seine eigene Bestmarke aus dem Jahr 1983 (39,7 Grad) übertroffen (39,9 Grad). Doch einen Vorarlberger, Oberösterreicher oder Steirer muss das nicht unbedingt interessieren, schließlich hat jedes Bundesland seine eigenen Rekordwerte - und die sind gerade in großer Gefahr. Im folgenden die "Tabellenführer" von Andau bis Feldkirch.

Vorarlberg: Der niedrigste Allzeit-Höchstwert wurde am 11. Juli 1984 in Feldkirch gemessen - und zwar 38,1 Grad. Auf Platz zwei folgt Bregenz mit 37,5 Grad, am 28. Juli 2013. Am selben Tag registrierten die Messstationen in Feldkirch 37,2 sowie in Dornbirn 36,8 Grad.

Am 3. August alle bisherigen Rekorde gebrochen

Tirol: Der Sommer 2013 ließ bisher auch im zweitwestlichsten Bundesland keinen meteorologischen Stein auf dem anderen. Die neue Bestmarke ist seit 3. August in Lienz beheimatet, nämlich 38,9 Grad. Gefolgt von 38,3 Grad in Haiming, gemessen am 27. Juli 1983. Auf Rang drei ein Uralt-Rekord: In Landeck wurden seit dem 2. Juli 1952 nie wieder 37,9 Grad registriert.

Salzburg: 38,6 Grad wurden am 28. Juli 2013 in Freisaal gemeldet, was zugleich die höchste jemals verzeichnete Temperatur in Salzburg bedeutet. Ebenfalls am 28. Juli kletterten die Temperaturen in Golling auf 38,4 Grad. Bronze geht derzeit an Salzburg-Flughafen mit 37,7 Grad, gemessen am 11. Juli 1984.

Oberösterreich: Die Poleposition hält im Moment Bad Goisern, wo am 28. Juli beeindruckende 39,2 Grad gemessen wurden. Lediglich 0,2 Grad weniger hatte es am 6. Juli 1957 in Enns. Tabellendritter ist St. Wolfgang im Salzkammergut mit 38,5 Grad, abgelesen am 27. Juli 1983.

Mehr dazu: Höchstemperaturen in den übrigen Bundesländern



Höchsttemperaturen in den übrigen Bundesländern

Niederösterreich: Die weiten Flächen des Wiener Beckens sorgten im Land unter der Enns bisher für die höchsten Werte. In Führung liegt Seibersdorf mit heißen 39,7 Grad - das aber auch erst seit dem 3. August 2013, und die aktuellen Entwicklungen lassen darauf schließen, dass sich auch das bald ändern könnte. Aktuell auf Platz zwei und auch gleich auf Platz drei: Waidhofen an der Ybbs mit 39,3 (5. Juli 1950) und 39,2 Grad (28. Juli 2013).

Wien: Ganz im Westen der Bundeshauptstadt, in Hadersdorf, liegt die Messstation Mariabrunn. Dort wurde am 8. Juli 1957, also vor mittlerweile mehr als 56 Jahren, mit 38,9 Grad der Allzeit-Rekord für Wien gemessen. Nur 0,4 Grad "kälter", dafür wesentlich aktueller (3. August 2013) ist der "zweite Sieger" Donaufeld, gefolgt von der Innenstadt mit 38,4 Grad (28. Juli 2013).

Gemeinden um Neusiedlersee sind Geheimfavoriten für Landesrekord

Burgenland: Auch im östlichsten Bundesland Österreichs wird es mitunter sengend heiß, was zur Folge hat, dass sich rund um den Neusiedler See einige Gemeinden tummeln, die stets auch als Geheimfavoriten für den Landes-Rekord gehandelt werden. Derzeit in Führung: Andau mit 39,5 Grad (20. Juli 2007). Rang zwei hält Güssing mit 39,1 Grad (29. Juli 2007), Platz drei teilen sich Andau, Bruckneudorf und Neusiedl am See mit 39,0 Grad.

Steiermark: Leibnitz ist mit 39,3 Grad der Hitzepol. Allerdings wartet man in der Steiermark nun schon seit dem 5. Juli 1950 auf einen noch höheren Wert. Graz-Straßgang, Wagna und Frohnleiten teilen sich mit 38,8 Grad Platz zwei. Leibnitz taucht in den Top-Ten übrigens noch weitere zwei Mal auf.

Kärnten: Last but not least - jenes Bundesland, wo Dellach im Drautal liegt, also der bundesweite Spitzenreiter mit 39,9 Grad. Dort wurden bereits am 27. Juli 1983 39,7 Grad gemessen, ein Rekord, der mehr als 30 Jahre anhielt, erst am 3. August 2013 gebrochen wurde - und der möglicherweise in Kürze erneut pulverisiert wird...