Erstellt am 11. Januar 2011, 12:54

In der Saison 2009/2010 starben 45 Menschen auf der Skipiste. Heuer bisher fünf Tote - In Tirol, Salzburg und Vorarlberg passiert am meisten.

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45 Menschen starben in der vergangenen Wintersaison auf Österreichs Skipisten bzw. im organisierten Skiraum, 39 kamen bei einer Lawine ums Leben. Laut Statistik des Kuratoriums für Alpine Sicherheit starben von 1. November 2009 bis 30 Oktober 2010 insgesamt 33 Tourengeher und 18 Variantenfahrer. Der Großteil der tödlichen Alpinunfälle in dieser Zeit (306) ereignete sich beim Wandern bzw. Bergsteigen (99).

In der heurigen Saison sorgten die guten Pistenbedingungen - bisher gab es stets nur die Gefahrenstufen eins und zwei - für großteils glimpfliche Zwischenfälle, erklärte Hanno Bilek vom Kuratorium am Dienstag. Seit 1. November 2010 starben fünf Menschen - je zwei wegen Stürzen in Tirol bzw. Herzproblemen und einer bei einer Kollision in Salzburg. Zwei Menschen kamen bei Lawinen in Tirol und Salzburg ums Leben. Erfasst sind in der Statistik alle Fälle, bei denen die Alpinpolizei alarmiert wurde.

Generell gelten Erkrankungen als häufigste Todesursache auf der Piste: 27 Menschen starben in der Vorjahressaison an internistischen Notfällen. Acht Sportler wurden bei einem Aufprall auf ein Hindernis, sechs bei einem Sturz und drei bei einem Zusammenstoß mit einer anderen Person getötet.

Im organisierten Skiraum kam es in der vergangenen Saison zu 3.480 Unfällen mit dem Verdacht auf Fremdverschulden, hieß es beim Kuratorium. Der Rest werde von der Alpinpolizei nicht erfasst. Ausgegangen wird aber davon, dass 90 Prozent der Unfälle selbst verschuldet werden, und nur acht bis elf Prozent durch Kollisionen mit Personen bzw. Absperrungen, Geräten oder Bäumen.

Der Großteil der Beteiligten an Unfällen auf Pisten stammte aus Deutschland (2.275), gefolgt von Österreichern (1.586). Auch 444 Niederländer, 175 Briten, 166 Tschechen und 105 Dänen waren laut Kuratorium in Kollisionen involviert. Elf bis 20-Jährige waren mit einem Anteil von 22 Prozent am häufigsten beteiligt, gefolgt von 41- bis 50-Jährigen (19 Prozent) und 21- bis 30-Jährigen (15 Prozent).

In Tirol, Salzburg und Vorarlberg kommt es traditionell zu den meisten Unfällen und Todesopfern. In der Vorjahressaison starben in den beiden ersten Bundesländern je 15 Wintersportler auf der Piste, in Vorarlberg waren es acht. Jeweils wurden 1.646 (Tirol), 770 (Salzburg) und 388 (Vorarlberg) Unfälle mit möglichem Fremdverschulden verzeichnet - gegenüber der Saison 2008/2009 laut Kuratorium ein Plus von etwa zehn Prozent in jedem Bundesland.

In Niederösterreich starben im Vorjahr drei Personen auf der Piste, in Oberösterreich und der Steiermark waren es jeweils zwei. An Unfällen wurden in der Steiermark 299, in Kärnten 187, in Oberösterreich 130 und in Niederösterreich 60 registriert, was keiner großen Veränderung gegenüber der Saison 2008/2009 entspricht, so das Kuratorium.