Erstellt am 25. September 2012, 12:51

Inseratenaffäre startet mit drei Wochen Verspätung. Der Vorsitzende des Korruptions-Untersuchungsausschusses, Walter Rosenkranz, ist zuversichtlich, die für Mittwoch und Donnerstag abgesagten Zeugenbefragungen nachholen zu können.

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Sowohl der frühere Asfinag-Vorstand Franz Lückler als auch Ex-ÖBB-Kommunikationschef Walter Sattlberger hätten bereits Ersatztermine vorgeschlagen, sagte Rosenkranz auf Anfrage. Am Mittwoch soll der U-Ausschuss trotz der beiden Absagen wie geplant am Vormittag starten.

Der Ausschuss beginnt am Mittwoch mit gut drei Wochen Verspätung die Untersuchung der Inseratenaffäre rund um Kanzler Werner Faymann (S). Zwar haben die für den Vormittag geladenen Zeugen, der frühere Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann und sein Ex-Chef Franz Lückler, abgesagt. Dennoch wird sich der Ausschuss wie geplant um 10.00 Uhr treffen. Rosenkranz will zuvor noch abklären, ob Thomas Landgraf, der am Nachmittag geladene Sprecher Faymanns im Infrastrukturministerium, seine Aussage möglicherweise vorverlegen könnte.

Noch unklar ist, ob der frühere Infrastrukturminister und Asfinag-Vorstand Mathias Reichhold (F) in den Ausschuss kommen wird. Laut Rosenkranz liegt weder eine Zusage noch eine Absage vor. Reichhold war gemeinsam mit Lückler und Co-Vorstand Gilbert Trattner im Juni 2007 von der Asfinag-Spitze abgelöst worden. Zuständiger Infrastrukturminister war damals Faymann. In der Inseratenaffäre geht es um den Vorwurf, Faymann hätte mit Zeitungen teure Inseratenkampagnen vereinbart, die dann von den Staatsfirmen ÖBB und Asfinag bezahlt werden mussten.

Während der Mittwoch im Zeichen der Asfinag steht, sind am Donnerstag ehemalige ÖBB-Mitarbeiter geladen. Zugesagt haben Ex-Sprecher Gary Pippan und der frühere Vorstandschef Martin Huber. Der ehemalige Chef der Kommunikationsabteilung, Walter Sattlberger, hat zwar abgesagt, aber laut Rosenkranz ebenfalls Alternativtermine vorgeschlagen.