Erstellt am 16. Dezember 2015, 00:38

Jagd: Duell wird härter. Wirbel um Jagd geht weiter – und spitzt sich zu.

Beweisvideo. Mit einer Sturmhaube und einem Foto von Martin Balluch vor dem Gesicht überschüttete ein Jagdhelfer eine Tierschützerin - laut Balluch mit Benzin.  |  NOEN, Foto: zVg
Der Kampf des Vereins gegen Tierfabriken mit Obmann Martin Balluch gegen die Gatterjagden von Alfons Mensdorff-Pouilly spitzt sich zu. Bei der jüngsten Störaktion einer Fasanjagd wurde eine Tierschützerin von einem mit einer Sturmhaube bekleideten Mann mit einer Flüssigkeit überschüttet, die Kleidung habe danach nach Benzin gerochen, behaupten die Tierschützer.

Am Montag wurde auch ein Video vom Vorfall veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie sich der Mann, der sich ein Foto von Balluch vors Gesicht hält, auf die Kamera zugeht und mit den Worten „Geh na her do, bist schen liab“ die Aktivistin mit Flüssigkeit aus einer Wasserflasche überschüttet.

Anzeige angekündigt, Aktivistin verhaftet

Eine Anzeige des Vorfalls lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor, wohl aber die Ankündigung von Balluch, das Videomaterial seinem Anwalt zu übergeben, weil man den örtlichen Behörden nicht traue. Am Sonntag hatte Mensdorff-Pouilly gegenüber einer Tageszeitung noch ausgeschlossen, dass „jemand eine ätzende oder brennbare Flüssigkeit auf eine Tierschützerin geschüttet hat“.

Bei der Störaktion der Gatterjagd am Samstag wurde eine Tierschützerin vorübergehend festgenommen, weil sie sich illegal über die Grenze nach Ungarn bewegt hatte, um von dort die Jagd zu dokumentieren. Seit der Einführung der Grenzkontrollen darf das Land nur mehr an offiziellen Grenzstationen betreten werden. Abermals waren zahlreiche Beamte im Einsatz.

BVZ.at berichtete: