Erstellt am 28. Juni 2012, 13:00

"k.o.-Tropfen"-Delikte nehmen zu. SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier warnte in einer Aussendung vom Donnerstag vor der wachsenden Gefahr von "k.o.-Tropfen. "Im Jahr 2010 gab es 62 angezeigte Straftaten bezüglich Sexual- oder Eigentumsdelikten im Zusammenhang mit k.o.-Tropfen.

2011 waren es bereits 84", sagte Maier. Allein in Wien wurden laut den Angaben 39 Personen nach Betäubung ausgeraubt. 28 in der Mehrzahl weibliche Personen wurden vergewaltigt.

"Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich ungleich höher, da es für die Opfer oft schwer nachzuweisen ist, dass sie mit k.o.-Tropfen betäubt wurden", so Maier. Aus einer aktuellen Anfragebeantwortung durch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) geht hervor, welche Substanzen vornehmlich verwendet und unter welchem Verkaufsnamen sie gehandelt werden: "Liquid Ecstasy", "Gamma" "Liquid X", "G", "Bottle", "Soap" oder "Fantasy", die jeweils oft GBL (Gamma-Hydroxybuttersäure) und Butandiol (BDO) enthalten.

Seit 1. Jänner 2012 ist das "Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz" (NPSG) in Kraft, dem unter anderem GBL und Butandiol als Einzelsubstanzen unterstellt sind. Durch die weiteren, dem NPSG unterstellten Substanzgruppen können auch Chemikalien erfasst werden, die für solche Delikte geeignet wären.