Erstellt am 04. April 2013, 09:10

Kairo: Burgenländer geht fix in Berufung. Am 25. März ist in Kairo im sogenannten Waffenschmuggel-Prozess gegen einen 33-jährigen Burgenländer das nicht rechtskräftige Urteil - sieben Jahre Haft - gefallen.

Hannes F. wurden 40 Tage Bedenkzeit einberaumt. Die Entscheidung, ob er berufen werde oder nicht, habe er bereits getroffen. "Hannes hat mir in einem Brief geschrieben, dass er fix in Berufung gehen wird. Er erhofft sich, dass die österreichische Regierung jetzt aktiv wird", erzählte seine Ehefrau Lisa am Donnerstag.

Die rechtlichen Schritte für die Berufung wurden von dem 33-Jährigen bereits in die Wege geleitet. "Hannes hat die schriftliche Bestätigung für seinen Anwalt am Mittwoch an die Botschaft geschickt", so Lisa F.

Die Ehefrau hatte bereits nach der Urteilsverkündung angekündigt, ihren Mann an Ort und Stelle unterstützen zu wollen. Die Pläne für eine Reise nach Ägypten nehmen nun Formen an. "Ich habe noch ein paar Dinge zu klären, aber es sieht so aus, als ob ich in nächster Zeit - dank der Unterstützung einiger Personen - nach Kairo fliegen könnte", sagte sie.

Hannes F. war am 2. November 2011 wegen eines Auftrages zur Bewachung eines Schiffstransports nach Ägypten gereist - mit vier deklarierten Gewehren und 200 Schuss Munition im Gepäck. Der Inhalt seiner Koffer wurde ihm jedoch zum Verhängnis. Noch am Flughafen klickten für ihn die Handschellen. Seither befand er sich in Untersuchungshaft. Das Urteil am Montag vergangener Woche "schockierte" die Familie.