Erstellt am 02. Februar 2015, 12:01

von Gila Wohlmann

Top-Ermittler geht ins Burgenland. Ernst Schuch, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes NÖ, ist seit 1. Februar Leiter des LKA Burgenland.

Der burgenländische Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil, der bisherige LKA-Leiter Rainer Erhart, er wechselt ins Bundeskriminalamt, Ernst Schuch und Landespolizeidirektor-Stv. Werner Fasching (v. l.).  |  NOEN, Eder
Nach fast zwölf Jahren als stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes NÖ wechselt Ernst Schuch per 1. Februar ins Burgenland. Um das dortige Landeskriminalamt als Leiter zu übernehmen. „Der Unterschied wird lediglich in der Größe des Bundeslandes liegen“, meint Schuch auf die Frage, was sich jetzt ändern werde. Der gebürtige Hainburger, der nach wie vor im Bezirk Bruck/Leitha lebt, wird es jedenfalls nicht allzu weit zu seinem neuen Arbeitsplatz in Eisenstadt haben.

Einbruchskriminalität bleibt größte Herausforderung

Für den Posten hat sich der 58-Jährige beworben, weil er die Herausforderung, etwas Neues kennenzulernen, annehmen wollte. In Niederösterreich wird Ernst Schuch als Ermittler fehlen, war er doch maßgeblich an großen Fällen beteiligt: An der Aufklärung des Mordversuches am Spitzer Bürgermeister Hannes Hierzberger 2008, der Ausforschung des Wilderers von Annaberg sowie der Klärung Aufsehen erregender Einbruchsdiebstähle.

Besonders Letztere liegen Schuch am Herzen: Die Arbeit auf dem Gebiet der Eigentumskriminalität steige ständig, „die reisenden Täter überwiegen“. Das liege nicht nur an offenen Grenzen, sondern auch „an besseren Möglichkeiten, schnell und billig Ortswechsel durchzuführen.“

Einbruchskriminalität, so Schuch, „war und ist die größte Herausforderung, weil es ein Eingriff in die Privatsphäre ist und jeden Einzelnen betreffen kann und auch berührt.“

Polizeioffizier seit mehr als 30 Jahren

Berührt hat ihn in seiner Laufbahn der Mord an dem Pachfurther Heurigenehepaar Timm im Juni 2009. Schuch war hier nicht nur als Ermittler tätig, er kannte die Timms und deren damals schwer verletzte Tochter persönlich sehr gut.

Seit fast 31 Jahren ist Schuch Polizeioffizier. Begonnen hat er nach dem Abschluss der Polizeiakademie im Juni 1984 am Gendarmerieposten in Bruck. Seine Karriere bei der Exekutive wird Ernst Schuch im Burgenland beenden, und zwar ein ganzes Stück weiter oben auf der Leiter.