Erstellt am 22. April 2016, 17:18

von APA/Red

Katastrophenübung im Nordburgenland. Rund 100 Einsatzkräfte aus acht Ländern bereiten sich auf Hochwasser-Szenarien vor.

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Im Nordburgenland findet an diesem Wochenende eine Katastrophenübung von Samariter-Verbänden aus acht europäischen Ländern statt. Rund 100 Einsatzkräfte üben dabei verschiedene Szenarien für den Ernstfall einer Flutkatastrophe.

Die einzelnen Szenarien werden an mehreren Orten dargestellt, erläuterte der Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Reinhard Hundsmüller, vor Journalisten. Am Steinbrunner See wurde eine High Capacity Pump aufgestellt, mit der das schnelle Abpumpen von Wasser beispielsweise aus überfluteten Gebäuden möglich ist. Beim Badestausee Forchtenstein bereitet ein Einheit Trinkwasser auf.

Technische Unterstützung kommt von Einsatzkräften aus Polen und Ungarn. In der Gegend um Hornstein, wo sich das Hauptquartier befindet, werden medizinische Notfälle simuliert, schilderte Hundsmüller. Kräfte aus Südtirol betreiben eine Feldküche. Rund 25 Helfer stellen Verletzte dar und werden entsprechend dem jeweiligen Szenario geschminkt.

Es sei wichtig, anhand von solchen Übungen zu zeigen, "wie verhält man sich, wenn wirklich eine Katastrophe eintritt", erklärte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ). Es gebe Szenarien, die man nicht vorhersehen könne.

Auch die Bezirksverwaltungsbehörden seien interessiert, Einblicke in die Arbeitsweise der verschiedenen Organisationen zu erhalten und zu sehen, wie der Stand der technischen Ausrüstung ist, sagte die Bezirkshauptfrau von Eisenstadt Umgebung, Franziska Auer. Vor allem aber sei es auch interessant ,"zu sehen, wie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine und den Menschen untereinander ist".

Bis zum Übungsbeginn am Freitag um 16.00 Uhr hatten die Teilnehmer die Einsatzbereitschaft herzustellen. Samstagabend erfolgt bei einer Abschlussveranstaltung die Evaluierung. "Am Sonntag werden die Kräfte wieder abreisen", sagte Hundsmüller.