Erstellt am 02. Dezember 2014, 16:42

Keine Entspannung durch Eisregen. Raureif und Eisregen haben am Dienstag auch im Burgenland zu zahlreichen Problemen geführt.

 |  NOEN, einsatzdoku.at
In Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) saßen etwa 100 Bewohner im Ortsteil Rosalia fest, der wegen der Sperre der L223 nur für Einsatzfahrzeuge zu erreichen war. Auch in Tschechien und Ungarn gab es wegen des Eisregens massive Verkehrsprobleme.

Die Sperre im Burgenland bleibe nach der momentanen Wetterlage sicherlich noch länger aufrecht, sagte Jutta Luntzer von der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg. Seit Sonntagabend machten zahlreiche umgestürzte Bäume der Bevölkerung und den Helfern zu schaffen. Eine Beseitigung sei unter den gegebenen Umständen noch zu gefährlich. "Einsatzfahrten werden sichergestellt", erklärte Luntzer.

Eisbruchgefahr und Glatteis

"Die Bevölkerung wird aufgefordert, in ihren Wohnhäusern zu bleiben", sagte die Bezirkshauptmann-Stellvertreterin. Dies sei nicht nur wegen der Gefahr durch umstürzende Bäume ratsam. Witterungsbedingt hatte sich seit dem Vormittag stellenweise auch Glatteis gebildet: "Man sollte sich nicht in Gefahr begeben." Rettungs- oder andere Fahrten könnten, falls notwendig, nur in Begleitung der Feuerwehr durchgeführt werden, weil noch immer Bäume herumliegen. "Es wird sichergestellt, solange es hell ist, dass die Einsatzwege frei gehalten werden können." Dazu stünden unter anderem Räumfahrzeuge des Straßendienstes zur Verfügung.

Die nächste Besprechung der Einsatzkräfte im Burgenland finde Mittwoch früh statt. Laut dem Wetterbericht sei erst am Donnerstag mit einer Verbesserung zu rechnen, schilderte Luntzer. Die Gemeinde hatte eine Hotline eingerichtet, wo Betroffene sich melden können, wenn sie beispielsweise Medikamente oder andere Dinge benötigen. Auf der Rosalia ächzten unterdessen die Bäume den zweiten Tag unter der Last des Eises. Immer wieder war auch am Nachmittag zu hören, wie einzelne Äste oder ganze Bäume brachen und zu Boden stürzten.