Erstellt am 24. März 2011, 14:17

Keine Zucker-Hamsterkäufe mehr von Ungarn im Burgenland. Vor knapp einem Monat haben im Burgenland Menschen aus dem benachbarten Ungarn begonnen große Mengen Zucker einzukaufen und in ihre Heimat zu transportieren.

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Grund sei die Zucker-Preiserhöhung von etwa 20 bis 30 Prozent in Ungarn gewesen, sagte Andreas Hackl, Prokurist eines Großmarktes in Eisenstadt. Nun habe sich die Lage beruhigt, sagte er heute, Donnerstag, im Gespräch.

 Zucker werde von ungarischen Kunden in dem Großmarkt zwar immer noch gern gekauft, "die großen Anfragen auf riesengroße Mengen bleiben aber aus", erklärte er. Nun werde in den umliegenden Supermärkten Zucker gekauft, jedoch bei weitem nicht in dem Ausmaß und eher von Privatpersonen, sagte Hackl.

   Beinahe täglich seien seit etwa Mitte Februar Anfragen von Ungarn gekommen, die den Zucker zum Teil waggonweise beziehen wollten. Einige Wochen vor dem Start der Hamsterkäufe zahlte man für ein Kilogramm Zucker noch 200 Forint, also rund 0,742 Euro. Dann wurde der Preis mancherorts fast um ein Drittel erhöht, so Hackl. Die Folge waren leere Regale in den ungarischen Supermärkten. "Händler haben bei uns angerufen und gemeint, sie hätten nur noch drei Packerl Zucker", schilderte er.