Erstellt am 25. September 2015, 14:15

Klug besuchte Assistenzsoldaten in Nickelsdorf. Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat Freitag früh in Nickelsdorf an der Grenze Soldaten im Assistenzeinsatz besucht. Der Einsatz zeige einmal mehr, dass das Bundesheer ein "unverzichtbares Instrument für den Krisenfall" sei, so Klug.

 |  NOEN, Rupert Kandlbauer

Der Ressortchef betonte dabei auch die Durchhaltefähigkeit des Heeres für den Fall, dass die Assistenzleistung länger dauere.

Lagebild der Situation laut Polizei am Freitag um 14 Uhr:



Seit 15. September unterstützen 1.458 Soldaten der Kaderpräsenzeinheiten (KPE) die Polizei dabei, das hohe Flüchtlingsaufkommen zu bewältigen. Zu ihren Aufgaben im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes gehören die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen im Grenzbereich, die Sicherung von Verkehrswegen und Bahnhöfen sowie die Überwachung von Notunterkünften.

Derzeit befinden sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums zehn Kompanien im Assistenzeinsatz im Burgenland, der Steiermark und Kärnten. Das Bundesheer setzte bisher knapp 215 Kraftfahrzeuge und 157 Lkws ein. Für Transport- und Aufklärungsaufgaben stehen drei Hubschrauber zur Verfügung. In Heeres-Liegenschaften in sechs Bundesländern sind derzeit rund 1.000 Flüchtlinge untergebracht.



Per Ministerratsbeschluss vom 14. September 2015 hat die Bundesregierung entschieden, bis zu 2.200 Soldaten in den Assistenzeinsatz zu schicken. Seit August unterstützt das Bundesheer darüber hinaus das Innenministerium im Rahmen eines Verwaltungsübereinkommens. Bisher wurden laut einer Zwischenbilanz mehr als 250 Zelte aufgebaut, Unterkünfte eingerichtet und Flüchtlinge mit mehr als 55.400 Tagesportionen verpflegt.

Für den Transport von Menschen, Gerät, Personal und Material sind bis zu 25 Großraumbusse und 25 Lkw eingesetzt. In der Verkehrsleitzentrale der ÖBB koordinieren Logistikoffiziere bundesweit den Transport auf Straße und Schiene. Bisher wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums über 113.000 Kilometer zurückgelegt. Knapp 400 Heeresangehörige stehen im Rahmen der Unterstützungsleistung täglich im Einsatz, 250 sind in Rufbereitschaft und können jederzeit helfen.