Erstellt am 21. Juli 2011, 13:59

Kriminalitätsstatistik - Aufklärungsquote im Burgenland gestiegen. Im Burgenland hat die Polizei im ersten Halbjahr des heurigen Jahres um knapp 20 Prozent mehr Fälle gelöst als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 2010 waren es 1.993, 2011 exakt 2.383, teilte Michael Palkovits von der Sicherheitsdirektion Burgenland (SID) mit. Wermutstropfen: Die Zahl der Anzeigen ist von 3.832 auf 4.272 gestiegen.

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Eine negative Zunahme gab es von Jänner bis Juni unter anderem im Bereich der Gewaltdelikte: 319 Anzeigen (254 im Jahr 2010, Anm.) wurden wegen Körperverletzung erstattet. Dieser "massive Anstieg" von rund 26 Prozent bei den Körperverletzungs- und Nötigungsdelikten schmerze laut Oberst Rainer Erhart, Leiter des Landeskriminalamts Burgenland (LKA), besonders. Ebenso der "leichte Anstieg" bei Einbrüchen in Wohnungen und Einfamilienhäusern von 61 auf 75.

"Das sind Dinge, die uns als Polizei ganz massiv weh tun", sagte der LKA-Leiter. Hier werde man in Zukunft die Opferarbeit, sprich die Betreuung nach einem Vorfall, noch mehr intensivieren. Außerdem werde man in Zukunft den Fokus verstärkt auf den Bereich der Gewaltdelikte legen und noch mehr Präventionsarbeit leisten. Eine dementsprechende Arbeitsgruppe wurde bereits zu Beginn des Jahres von der SID gemeinsam mit dem Landespolizeikommando und dem Gewaltschutzzentrum Burgenland eingerichtet.