Erstellt am 12. März 2015, 13:28

400 Prozent mehr Flüchtlingsaufgriffe im Burgenland. Im Burgenland hat die Polizei im vergangenen Jahr eine 400-prozentige Zunahme bei den Flüchtlingsaufgriffen im Vergleich zum Jahr 2013 verzeichnet.

 |  NOEN, BVZ-Archivbild
2014 wurden 4.526 (2013: 1.042) unberechtigt aufhältige Fremde angehalten, berichtete Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil anlässlich der Veröffentlichung der Kriminalstatistik am Donnerstag. Besonders eklatant stieg die Zahl ab Jahresmitte.

84 Prozent der Aufgriffe im Bezirk Neusiedl am See

Die meisten Aufgriffe verzeichnete die Exekutive mit 84 Prozent im Bezirk Neusiedl am See, was auf die Hauptverkehrsrouten - die Nordost- und die Ostautobahn (A6 und A4) - zurückzuführen sei, so Robert Galler, stellvertretender Leiter der grenz- und fremdenpolizeilichen Abteilung. Sind Schlepper am Werk, kommen die Flüchtlinge meistens in größeren Gruppen mit bis zu 25 bis 30 Personen, schilderte Galler.

Diese Zahlen konnte man aus polizeilicher Sicht deshalb bewältigen, weil man bereits im Jahr davor das Eisenstädter Competence Center der Polizei (früher Polizeianhaltezentrum Eisenstadt, Anm.) geschaffen habe. Dort könne man "täglich und auf einmal bis zu 68 Personen beamtshandeln", sagte Doskozil. Nächste Woche werde es Gespräche mit Vertretern des Innenministeriums geben, um diese Kapazitäten künftig zu erhöhen, "sodass wir - wenn alles ideal läuft - ab 1. April bis zu 100 Flüchtlinge, bis zu 100 Asylanträge auf einmal abfertigen können", so der Landespolizeidirektor. Das sei erforderlich, weil erfahrungsgemäß mit der wärmeren Jahreszeit die Zahl der Flüchtlinge steigen werde.