Erstellt am 28. April 2011, 20:01

Kurt Elsasser stand vor Gericht. Wegen schwerem Betrug und Verleumdung musste sich der Sänger und frühere Kinderstar Kurt Elsasser am Donnerstag im Landesgericht Eisenstadt verantworten. Jetzt muss er am Diversionsweg einer Unternehmerin 7.820 Euro zurückzahlen und 240 Stunden gemeinnützig arbeiten.

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Eine Unternehmerin und Künstlerin hatte den früheren Kinderstar, der Anfang der 1980er Jahre mit dem Lied "La Montanara" bekannt wurde, angezeigt, weil er ihr 7.820 Euro schulde, berichtete der "Kurier" im Internet (Burgenland). Elsasser, der sich geständig zeigte, muss den Betrag im Wege der Diversion zurückzahlen und außerdem 240 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Unternehmerin sagte vor Gericht aus, sie habe Elsasser Geld geborgt - unter anderem 2.820 Euro Ende 2008 - damit dieser seinen Privatkonkurs begleichen könne. Als sie Ende 2009 den gesamten Betrag zurückforderte, jedoch nicht bekommen habe, habe sie Anzeige erstattet. Der Sänger zeigte die Frau daraufhin ebenfalls an mit dem Argument, sie schulde ihm 19.000 Euro, da sie ihn als Werbeträger für Veranstaltungen gebucht habe. Die Unternehmerin verneinte dies: Sie habe Elsasser nicht beauftragt.

Elsasser zeigte sich geständig. "Ja, ich habe mir das Geld ausgeborgt", erklärte er laut "Kurier". Das Darlehen habe er durch Auftritte abarbeiten wollen. Ihm sei es finanziell nicht gut gegangen: Seine Frau sei sehr krank, er könne wegen der psychischen Belastung keine Auftritte annehmen. Die Staatsanwältin erklärte, sie sei mit einer Diversion nicht einverstanden und wolle den Fall prüfen.