Erstellt am 13. September 2015, 17:35

von RED

Lage in Nickelsdorf spitzt sich zu. Am Nachmittag wird sich die Lage in Nickelsdorf wieder zuspitzen: Laut Polizei-Pressesprecher Gerald Pangl wird pro Stunde mit 500 Flüchtlingen gerechnet.

 |  NOEN, Pia Reiter
„Deshalb werden derzeit circa 1400 Flüchtlinge in Bussen zu Bahnhöfen in Attnang-Puchheim und Tulln gebracht. Das ändert sich auch ständig, denn wir reagieren, wenn Kapazitäten frei werden“, erklärt Polizei-Pressesprecher Gerald Pangl zur aktuellen Situation. 



Man sei bemüht, die Leute so schnell wie möglich weiter zu transportieren, denn der Zustrom reiße nicht ab. Trotzdem gehe Nickelsdorf nicht über, man habe alles im Griff, so Pangl. Die Flüchtlinge arrangieren sich mit den oft stundenlangen Wartezeiten für die Weiterreise: „Sie haben Geduld und stehen, oft mehrere Stunden an, das geht leider nicht anders“, sagt er.

Seit Freitag sind 21.000 Flüchtlinge von den Einsatzkräften in Nickelsdorf versorgt und weitertransportiert worden. Ab der Ansturm noch weiter zunimmt, kann man derzeit schwer beurteilen: „Ich erwarte aber nicht, dass es aufhört“, meint der Polizei-Pressesprecher.

Deutschland führt wieder Grenzkontrollen ein

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hat die vorübergehende Einführung von Grenzkontrollen angekündigt. Das sei auch aus Sicherheitsgründen nötig, sagte de Maizière am Sonntag in Berlin. Man habe bei der Maßnahme Österreich konsultiert.

De Maiziere pochte auf die Einhaltung des zuletzt umstrittenen Dublin-Asylsystems. Die Dublin-Regeln "gelten unverändert fort", betonte der konservative Innenminister. "Nach geltendem Recht ist Deutschland für den größten Teil der Schutzsuchenden nicht zuständig." Dies gelte auch nach Einführung eines EU-weiten "Verteilsystems" für Flüchtlinge.