Erstellt am 17. Januar 2012, 13:20

Lkw-Kontrollen - Polizei kassierte 13.750 Euro. Bei Schwerverkehrskontrollen an der B65 in Rudersdorf (Bezirk Jennersdorf) hat die Polizei am Wochenende erneut mehrere Lkw wegen schwerer Mängel aus dem Verkehr gezogen.

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Für Lenker und Speditionen setzte es insgesamt 88 Anzeigen. Außerdem wurden Sicherheitsleistungen in der Höhe von 13.750 Euro eingehoben, sagte Wolfgang Werderits, Chef der Autobahnpolizei in Oberwart, am Dienstag zur APA.

Die Beamten nahmen am Samstag und Sonntag insgesamt rund 40 Fahrzeuge unter die Lupe. Dabei kam es zu etlichen Beanstandungen: "Es waren zum Teil schwere Mängel", schilderte Werderits. Einem italienischen Milchtransporter mit defektem Sattelaufleger musste die Weiterfahrt untersagt werden. Bei einem Lkw war der Hauptrahmen bereits durchgerostet. Auch die Abbremswerte der Feststellbremse waren bei einigen Lastern außerhalb des Toleranzbereichs.

Drei ungarische Autobusse mussten ebenfalls einen Zwischenstopp einlegen. Bei einem waren Luftbälge - sie gehören zum Federungssystem - defekt. Nach kurzer Reparatur konnten jedoch alle drei Busse ihre Fahrt fortsetzen.

Grundsätzlich sei das Prozedere bei den Überprüfungen immer gleich, erläuterte Werderits: Zuerst wird mittels Brückenwaage das Gewicht des Fahrzeuges kontrolliert. Dann muss der Lenker einen Alkovortest machen. Als nächstes werden die Bremsen überprüft, schließlich werfen die Beamten noch einen Blick auf den Allgemeinzustand der Lkw.

Gesetzesverstöße können dabei teuer werden: "Wenn wir bei einem Schwerfahrzeug die Kennzeichen abnehmen, kostet die Sicherheitsleistung 1.080 Euro", so Werderits. Davon muss im Normalfall 780 Euro der Zulassungsbesitzer und den Rest der Lenker berappen. Sind bei einem Sattelschlepper Zugfahrzeug und Aufleger schadhaft, verdoppelt sich der Betrag auf 2.160 Euro. Geht die Amtshandlung ohne Kennzeichenabnahme vonstatten, wird es - bei Strafen von etwa 300 bis 500 Euro - etwas billiger.

"Voriges Jahr haben wir 577 Kennzeichen abgenommen. Das ist die höchste Zahl im Burgenland", erzählte Werderits. Möglich sei dies durch eine der modernsten Prüfanlagen in Österreich. Die Anlage befindet sich in einer Halle, somit ist man wetterunabhängig: "Wir können 24 Stunden kontrollieren." Rudersdorf liegt an einer viel befahrenen Transitroute von Bulgarien und Rumänien nach Italien.