Erstellt am 29. August 2015, 14:19

von APA/Red

Lkw startete im ungarischen Kecskemet. Der Todes-Lkw, der am Donnerstag auf der Ostautobahn A4 mit 71 Leichen entdeckt wurde, soll in der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet gestartet sein.

 |  NOEN, APA
Das berichtete die Staatsanwaltschaft des Komitats Bacs-Kiskun am Samstag in einer Aussendung.

Demnach hätten die vier verdächtigten Schlepper - drei Bulgaren und eine Afghane, die sich zur Zeit in Polizeigewahrsam befinden - die illegal über die ungarische Grenze geflohenen Flüchtlinge in Kecskemet aufgenommen und dann weiter nach Österreich transportiert.

Aus diesem Grunde würde der Fall in die Kompetenz der für Kecskemet zuständigen Staatsanwaltschaft fallen, hieß es in der Aussendung. Am Samstagnachmittag wird das Gericht in Kecskemet darüber entscheiden, ob die Verdächtigen in U-Haft genommen werden. Die Staatsanwaltschaft hatte den Antrag auf U-Haft gestellt, da Flucht- und Verdunkelungsgefahr sowie der Verdacht auf Beeinflussung von Zeugen bestünde.
Schweigemarsch
Am Sonntag Abend findet ein „Schweigemarsch" für die verstorbenen Flüchtlinge von Parndorf statt. Treffpunkt ist um 19 Uhr an der kleinen Kapelle (Busstation), Nähe Neusiedler Bahnhof.