Erstellt am 29. Oktober 2013, 12:54

Lukits gegen BEWAG erneut vor Gericht. Der ehemalige BEWAG-Vorstand Hans Lukits und sein Ex-Arbeitgeber haben sich am Dienstag - wenn auch nicht persönlich - erneut vor Gericht getroffen

Auch Vorstandssprecher Hans Lukits sollte noch bis 2012 im Amt bleiben.DORIS SEEBACHER  |  NOEN
Bei dem Zivilprozess am Landesgericht in Eisenstadt ging es um einen Streitbetrag von 111.000 Euro - und zwar für nicht in Anspruch genommenen Urlaub und ausständige Bonus-Zahlungen. Ob Lukits, der Klage eingereicht hatte, das Geld zusteht, wurde nicht entschieden. Der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

Der Anwalt des Klägers hat in Hinblick auf das laufende Strafverfahren Unterbrechung beantragt. Die Entscheidung werde schriftlich erfolgen. Sollte der Unterbrechungsantrag abgelehnt werden, sollen bei der nächsten Verhandlung u.a. die Klagsforderung von Lukits sowie die Gegenforderung der Energie Burgenland thematisiert werden.

Klage und Berufung abewiesen

Lukits hatte nach seiner nachträglichen fristlosen Entlassung rechtliche Schritte angekündigt und zunächst gegen die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Entlassung geklagt - jedoch ohne Erfolg. Sowohl diese Klage als auch die Berufung wurde abgewiesen. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte in einem Teilurteil die Vorgangsweise der heutigen Energie Burgenland (vormals BEWAG und Begas, Anm.).

Auch sein einstiger Vorstands-Kollege Josef Münzenrieder - beide waren bis 31. Dezember 2010 an der Unternehmensspitze des Energieversorgers - wurde nachträglich fristlos entlassen und zog vor Gericht. Das von ihm angestrengte Verfahren soll am Mittwoch, ebenfalls am Eisenstädter Landesgericht, fortgesetzt werden. Geplant ist u.a. die Einvernahme von ersten Zeugen, teilte eine Sprecherin der Energie Burgenland mit.