Erstellt am 10. April 2015, 11:19

von APA Red

Untreue-Prozess gegen Banker am 6. Mai. Ein Bankangestellter, für den im Jänner 2014 die Handschellen klickten, weil er Geld von Kunden veruntreut haben und einen Schaden von mehr als fünf Millionen Euro angerichtet haben soll, muss sich am 6. Mai in Eisenstadt vor Gericht verantworten.

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Dem Mann wird eine Vielzahl an Verbrechen vorgeworfen, darunter Untreue und schwerer Betrug, teilte das Landesgericht Eisenstadt am Freitag, mit.

Die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingebrachte Anklage gegen den Mann aus dem Bezirk Mattersburg ist rechtskräftig, hieß es.

"Mehr als 50 Kunden geschädigt"

Sie wirft dem Mann, der bei seiner Festnahme 52 Jahre alt war, das Verbrechen der Untreue, des schweren Betruges, der Veruntreuung, der Urkundenunterdrückung sowie das Verbrechen der Urkundenfälschung und der betrügerischen Krida vor. Die Anklage hat laut Landesgericht 62 Seiten und umfasst eine "Vielzahl von Fakten und Geschädigten".

In der Anklageschrift heißt es u.a.: "Insgesamt intensivieren sich die Malversationshandlungen des Angeklagten in einem Zeitraum von 17 Jahren". Es seien "insgesamt mehr als 50 Kunden der BAWAG PSK Filiale Mattersburg durch das Verhalten des Angeklagten geschädigt" worden.

Die Bank habe zwischenzeitlich Vergleiche mit sämtlichen geschädigten Kunden abgeschlossen und Entschädigungszahlungen an diese geleistet. Dabei seien auch die vom Angeklagten vorgenommenen fiktiven Zinszahlungen sowie das sich zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Malversationen auf den Kundenkonten befindliche Guthaben berücksichtigt worden.

BVZ hatte berichtet: