Erstellt am 19. März 2015, 15:40

von APA Red

Ermittlungen gegen 14 Personen. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt (StA) ermittelt im Fall einer 47-jährigen Frau, die zu Silvester in Wien festgenommen wurde und nun Misshandlungs-Vorwürfe gegen die Polizei erhoben hat, gegen 14 Personen.

"Die meisten von ihnen sind im Polizeidienst", sagte StA-Sprecher Roland Koch am Donnerstag auf Anfrage. Insgesamt werden rund 25 Personen - Beschuldigte, Zeugen und Opfer - befragt.

Die 47-Jährige war in der Silvesternacht am Gelände einer Tankstelle in der Wiener Innenstadt festgenommen worden. Die Szenen wurden von einer Überwachungskamera erfasst und auf einem halbstündigen Video festgehalten. Dieses Video wird ausgewertet, teilte Koch mit.

Nach der Amtshandlung der Polizisten wurden bei der Frau im Wiener AKH unter anderem ein Bruch des Steißbeins, Prellungen von Schädel und Knie sowie Blutergüsse festgestellt. Betreffend der Verletzungen der Frau wird ein gerichtsmedizinisches Sachverständigengutachten eingeholt. Der gesamte Vorfall werde einer strafrechtlichen Überprüfung unterzogen, sagte Koch.

"Rechnen mit Abschlussbericht in acht Wochen"

"Seitens der Staatsanwaltschaft Eisenstadt und des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung wird der gesamte Vorfall - also vom Treffen der Frau auf die Polizei bis zu ihrer Freilassung - einer strafrechtlichen Überprüfung unterzogen", berichtete Koch. Alle strafrechtlichen Aspekte sollen überprüft werden.

Außerdem wird die Dokumentation der Wiener Polizei angesehen. "Der oder die zuständige Referent bzw. Referentin (Staatsanwalt oder Staatsanwältin, Anm.) wird bei den wichtigsten Befragungen dabei sein", betonte der Sprecher. "Läuft alles planmäßig, rechnen wir mit einem Abschlussbericht des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung in acht Wochen", so Koch.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat den Fall übernommen, nachdem die Oberstaatsanwaltschaft Wien am Freitag der Staatsanwaltschaft Wien die Ermittlungen gegen die Polizisten entzogen und diese nach Eisenstadt delegiert hat. (

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