Erstellt am 05. Februar 2016, 12:54

von APA/Red

Neffentrick-Opfer spielte Lockvogel - Festnahme!. Die Polizei im Burgenland hat ein Neffentrick-Trio aus der Steiermark ausgeforscht, indem ein Opfer den Lockvogel spielte.

 |  NOEN, Symbolbild
Für einen 31-jährigen Mann, der 120 Mal versucht haben soll, älteren Frauen am Telefon Geld aus der Tasche zu locken, klickten die Handschellen. Zwei Komplizen wurden angezeigt. Erfolg hatte das Trio nur in zwei Fällen mit einer Gesamtsumme von 15.000 Euro.

Das Trio soll von April bis August 2015 sein Glück versucht haben. Bei den Opfern, die die Verdächtigen im Telefonbuch suchten, konzentrierten sie sich auf die Vornamen Maria und Anna, da sie davon ausgingen, dass es sich dabei um ältere Personen handle. Der 31-Jährige soll laut Polizei am Telefon angegeben haben, der Sohn oder der Neffe zu sein. Er erzählte. dass er an einer Überproduktion von Spermien leide und sich deshalb dringend einer Operation unterziehen müsse, die ihm viel Geld koste.

Geld im Briefkasten deponiert

Bei sieben Frauen soll es dem Mann gelungen sein, seine Opfer in Gespräche zu verwickeln. Von zwei Frauen gab es schließlich Geld, das seine Komplizen abholten. Eine 71-jährige Steirerin deponierte das Geld auf einem Fahrrad im Keller ihres Hauses, eine 84-jährige Burgenländerin steckte das Geld in den Briefkasten ihres Hauses. Als sie erneut kontaktiert wurde, verständigte die Polizei und deponierte erneut Geld im Briefkasten. Beim Abholen nahmen die Beamten die 36-jährige Komplizin vorläufig fest.

Da die Polizei davon ausgeht, dass es weitere Opfer gibt, wird darum gebeten, sich beim Landeskriminalamt Burgenland unter der Telefonnummer 059 133 10 3333 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.