Erstellt am 22. Juni 2014, 12:11

von APA/Red

Neue Software in Polizei-Einsatzzentrale am Prüfstand. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Sonntag vor dem Formel 1 Grand Prix von Österreich in Spielberg die Polizei-Einsatzzentrale am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg besucht.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (rechts) am Red Bull Ring in Spielberg.  |  NOEN, ERWIN SCHERIAU (APA)
Dabei wurde die Lagedarstellungs-Software "ERIC" - eine interaktive, digitale Karte - demonstriert. Sie kommt erstmals zum Einsatz und soll sich in den ersten Tagen in Spielberg bewährt haben.

"Die Welt schaut dieses Wochenende auf uns", meinte die Ministerin, die sich einen Sieg von Red Bull-Pilot Sebastian Vettel wünschte. Wahrscheinlich sei aber, dass Mercedes gewinnt: "Wer aber mit dem Grand Prix auf alle Fälle gewinnt, ist Österreich und die Steiermark." Sie gratulierte den Steirern, dankte Dietrich Mateschitz für die Investitionen und sprach von einer "tollen Visitenkarte weltweit".

Einsatzorganisationen ziehen Zwischenbilanz

Von den Einsatzorganisationen ließ sich Mikl-Leitner die Lage Sonntagvormittag erklären: Feuerwehr und Rotes Kreuz hätten schon viele Einsätze gehabt, aber keine gravierenden. Kleinere Feuer, Ölspuren und zu große Griller am Campingplatz fiel bei den einen an, Allergien, Insektenstiche und Knöchelverletzungen waren es bei den anderen. Der Verkehr rollte, bisherige Stauungen seien alle erwartet gewesen, wenn nicht sogar schwächer ausgefallen als prognostiziert.

Begeistert zeigte sich die Ministerin von "ERIC", ein Projekt der Fachhochschule Hagenberg in Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres. Die Software ermöglicht die Arbeit mit einer interaktiven Karte, die auf eine Leinwand projiziert wird. Direkt auf der Projektion kann mit einem Marker in der Karte gearbeitet werden: Notizen, Pins, Anmerkungen oder auch der Zoom von Abschnitten und die parallele Verwendung anderer Karten gehören zu den "Spielereien" des Programms.

Ebenfalls im Einsatz ist das System "ISOS - Informationssystem Öffentliche Sicherheit". Dabei handelt es sich um ein Ortungssystem, das von der TU Graz in Zusammenarbeit mit der Landespolizeidirektion Steiermark und dem Ministerium entwickelt wurde. Es hilft der Einsatzleitung bei der Visualisierung der Kräfte. Voraussetzung dafür ist der Einsatz des BOS, des digitalen Funknetzes, das in Spielberg erstmals im Murtal von allen Einsatzorganisationen verwendet wird.