Erstellt am 17. November 2011, 13:31

Neuer Kommandant für Heerestruppenschule in Eisenstadt. Die Heerestruppenschule in Eisenstadt hat seit heute, Donnerstag, einen neuen Kommandanten: Brigadier Peter Vorhofer (44) übernahm im Rahmen eines militärischen Festakts offiziell die Leitung der Ausbildungsinstitution des Bundesheeres.

Vorhofer, der bereits per Wirkung vom 1. November mit der Führung beauftragt worden war, trat damit die Nachfolge von Brigadier August Reiter an.
 
Vorhofer ist gebürtiger Tiroler und begann nach der HTL für Maschinenbau in Absam die Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung. Nach der Offiziersausbildung studierte er Politik- und Kommunikationswissenschaft und absolvierte in der Folge den Generalstabslehrgang des Bundesheeres. 2003 übernahm Vorhofer die Aufgabe des sicherheitspolitischen Beraters im Kabinett des Verteidigungsministers. Ende 2006 wurde er zum Leiter des Bereichs Attachéwesen und bilaterale Beziehungen im Verteidigungsressort bestellt. 2009 war Vorhofer österreichischer Kontingentskommandant bei der EU-Militärmission in Bosnien-Herzegowina (EUFOR/Althea).
 
Zentrale Aufgabe der Heerestruppenschule, die 2007 ihren Betrieb aufgenommen hat, ist die Ausbildung der Kommandanten des Bundesheeres in den verschiedenen Waffengattungen der Artillerie-, Jäger- und Panzertruppe. Das Kommando der Heerestruppenschule hat seinen Sitz in der Martin-Kaserne in Eisenstadt. Am unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude, das sich von Osten nach Westen über eine Länge von 176 Metern erstreckt, finden derzeit Renovierungsarbeiten statt.
 
Dabei werden unter anderem rund 450 Holzkastenfenster saniert. Im Haupteingangsbereich werden die großen, hölzernen Einfahrtstore nach ursprünglichen Plänen wieder errichtet. Auch die ebenfalls denkmalgeschützte Mauer, die die 19 Hektar große Kasernenanlage umgibt und über einen hohen Sandsteinanteil verfügt, wird renoviert, erläuterte Oberst Johann Hamedl. 2011 wurden in Reparatur und Instandhaltung bisher rund 600.000 Euro investiert. Für die laufenden Instandhaltungsarbeiten sind jährlich etwa 100.000 Euro vorgesehen.