Erstellt am 01. Januar 2012, 12:43

Neujahr-Partys überall auf der Welt. Zischende Raketen, knallende Sektkorken und läutende Glocken: Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben fröhlich und lautstark ins Jahr 2012 gefeiert.

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Als erste ließen die Einwohner von Samoa, Tokelau und der Linie-Inseln im Pazifik das Jahr 2011 hinter sich. Danach feierten die Menschen in Sydney, Peking, Moskau, Berlin, London, Rio de Janeiro und New York Silvester. Den Schluss bildete Hawaii: Um 11.00 Uhr MEZ begrüßten die Menschen auf der Inselgruppe, die zu den USA gehört, als letzte das neue Jahr.

Die 22. Auflage des Wiener Silvesterpfades hat - dank des guten Wetters - wieder zahlreiche Menschen in die Innenstadt gelockt. Insgesamt 800.000 Touristen und Einheimische begossen entlang der Partymeile das neue Jahr. Neben Konservenmusik, Live-Bands und Showangeboten zwischen 14.00 und 2.00 Uhr sorgte vor allem das mitternächtliche Feuerwerk am Heldenplatz für kindliches Staunen. Laut Polizei und Samariterbund kam es zu keinen außergewöhnlichen Zwischenfällen.

Bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin bejubelten Hunderttausende ein spektakuläres Feuerwerk. Lachende Menschen lagen sich in den Armen und stießen mit Sekt im Plastikbecher auf 2012 an. Währenddessen fegten die Scorpions mit "Rock You Like A Hurricane" über die Bühne. Zum Programm gehörten auch die Österreicher DJ Ötzi und Udo Jürgens. Am Himmel wiesen gewaltige Lichtkegel den Besuchern den Weg, Videosäulen und zahlreiche Scheinwerfer tauchten die Freiluftdisco in das richtige Licht.

Die Australier genossen das spektakuläre Feuerwerk am Opernhaus in Sydney bei sternenklarem Himmel. In Neuseeland hatten die Menschen weniger Glück: Heftiger Wind und starker Regen vermiesten die Stimmung. Bei einem Konzert unter freiem Himmel rutschten in dem Schlamm sogar mehrere Menschen aus, einige erlitten schwere Verletzungen.

In Japan feierten die Menschen mit Glockenschlägen nach einem Jahr furchtbarer Natur- und Atomkatastrophen den Beginn des "Jahres des Drachen". Millionen Besucher strömten in der Neujahrsnacht in die Tempel und Schreine des Inselreiches, um die Götter um Segen und bessere Zeiten zu bitten. Um Mitternacht erklangen im ganzen Land kilometerweit hörbar 108 Mal die Glocken der Heiligtümer. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des alten Jahres vertreiben. Doch auch das neue Jahr begann mit einem Schrecken: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 erschütterte den Osten und Nord-Osten des Landes. Das Zentrum des Bebens lag 600 Kilometer südlich von Tokio im Pazifik. Es schien aber glimpflich ausgegangen zu sein: Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Die Stadt Peking begrüßte das neue Jahr mit einem Countdown am Himmelstempel. Die letzten Sekunden des Jahres 2011 wurden zum Abschluss einer Lasershow auf das 600 Jahre alte Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt projiziert. Die Pekinger Bürger waren allerdings nicht eingeladen, weil die kommunistischen Führung Chinas jede Ansammlung von Volksmassen als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko fürchtete. Nur wenige VIP-Gäste durften bei Temperaturen knapp unter Null Grad Celsius live dabei sein.

Auf dem Roten Platz in Moskau feierten hingegen Zehntausende das neue Jahr, während die Raketen minutenlang am Himmel explodierten. Auch in Istanbul und Ankara sangen und tanzten die Feiernden in den Straßen.

London begrüßte das Jahr 2012 mit einem gigantischen Olympia-Feuerwerk. Am Himmel über dem Riesenrad London Eye erstrahlten die Olympischen Ringe in verschiedensten Varianten. Mehr als eine viertel Million Menschen verfolgten entlang der Themse das Spektakel, das von der Stadt ausgerichtet worden war. Auch auf den Pariser Champs-Elysees drängten sich Hunderttausende.

Karnevalsstimmung unterm Zuckerhut: Am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro und in der größten brasilianischen Stadt Sao Paulo begrüßten Millionen Menschen das neue Jahr. Ebenso ausgelassen war die Stimmung bei bei schönem Winterwetter in Rom, wo in der Nähe des Kolosseums der Jahreswechsel bejubelt wurde. In der Lagunenstadt Venedig kamen etwa 70.000 Menschen für den traditionellen Neujahrskuss auf dem Markusplatz zusammen

Sechs Stunden nach Österreich rutschten die New Yorker ins neue Jahr. Unter dem Jubel von rund einer Million Menschen senkte sich die berühmte Kristallkugel um Mitternacht über dem Times Square - Superstar Lady Gaga hatte sie diesmal per Knopfdruck in Bewegung gesetzt. Während eine dichte Konfettiwolke auf die Zuschauermenge regnete, stimmten Hunderttausende am Broadway und in den umliegenden Straßenschluchten den Sinatra-Song "New York, New York" an.