Erstellt am 19. Mai 2016, 05:44

von Elisabeth Kirchmeir

NÖ Pärchen betrog Burgenland-„Hofer“. Ein Täter-Paar aus Niederösterreich beging in mehreren burgenländischen „Hofer“-Filialen Umtausch-Betrügereien.

 |  NOEN, Werner Müllner
Zwei Täter aus dem Bezirk Wr. Neustadt, er 44, sie 43 Jahre alt, tricksten zwischen April 2015 und März 2016 in Filialen der Diskontkette „Hofer“ wiederholt die Kassiererinnen aus, indem der Umtausch für gerade erst im Einkaufsmarkt aus den Regalen entnommene Waren gefordert wurde.

Umtauschbetrug gelang in vier Orten

Einen Kassazettel für die Gegenstände – zum Beispiel Sturzhelme, Staubsauger oder Kochtöpfe – konnten die beiden nicht vorweisen.

In mehreren Fällen gelang der Umtauschbetrug – der Frau und dem Mann wurden für die Rücknahme der Waren insgesamt rund 1.300 Euro Bargeld ausgehändigt, obwohl ihnen der Umtausch gar nicht zustand.
Gelang der geforderte Umtausch nicht, so nahmen die Täterin und der Täter trotzdem die zuvor aus den Regalen entnommenen Waren einfach mit – ohne zu bezahlen.

Vorige Woche mussten sich beide am Landesgericht Eisenstadt verantworten. Zu den geschädigten „Hofer“-Filialen zählen jene in Kleinhöflein, Walbersdorf, Stoob und Oberpullendorf. Weitere Betrugsversuche, zum Beispiel auch in Oberwart und Wien Meidling, scheiterten.

DNA am Schraubenzieher sichergestellt

Beide Angeklagte bekannten sich zu den Betrugsfakten schuldig. Das erbeutete Geld sei geteilt worden, die Frau investierte ihren Anteil in Drogen. „Ich nahm Heroin“, gab sie zu.

Dem 44-jährigen Angeklagten wurde weiters vorgeworfen, er sei am 16. November 2015 in eine Wr. Neustädter Firma eingebrochen, in der er früher gearbeitet hatte. Mit einem Schraubenzieher und einem Hammer soll er einen Kaffeeautomaten aufgebrochen und aus diesem 790 Euro Bargeld gestohlen haben.

Am Schraubenzieher wurde die DNA des Mannes sichergestellt. Trotz dieses Indizes bekannte sich der Angeklagte zu diesem Delikt nicht schuldig.

Die Frau wiederum gab zu, im April 2016 bei einem „Spar“-Markt in Wien eine Flasche Marillenschnaps und eine Packung Schokobananen gestohlen zu haben.

Die Angeklagte wurde zu 20 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt verurteilt und zeigte sich mit diesem Urteil einverstanden. Das Verfahren gegen ihren Bekannten wurde vertagt, weil Zeugen zum Diebstahl in den Wr. Neustädter Betrieb befragt werden müssen.