Erstellt am 01. Dezember 2011, 10:45

Österreich hat fünf Prozent mehr Bewohner als vor zehn Jahren. Rund 8,43 Millionen Männer und Frauen lebten zum Stichtag 31. Oktober 2011 in Österreich. Das hat die Statistik Austria anhand vorläufiger Ergebnisse der Registerzählung 2011 ermittelt.

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Seit 2001 hat sich die Bevölkerungszahl um fünf Prozent oder fast 400.000 Personen erhöht. Mit Ausnahme Kärntens verzeichneten alle Bundesländer ein Bevölkerungsplus. Die stärksten Zuwächse gab es in Ballungszentren, in inneralpinen und peripheren Gebieten ging die Einwohnerzahl zurück.
 
Auf Bundeslandebene gab es den größten Bevölkerungsanstieg mit 11,2 Prozent oder 174.120 Personen in Wien, wo am 31.10.2011 mehr als 1,72 Millionen Menschen lebten, wie die Statistik Austria am Donnerstag in einer Aussendung bekanntgab. Überdurchschnittlich stark wuchsen auch Vorarlberg und Tirol (plus 5,7 Prozent), in Kärnten betrug der Rückgang hingegen 0,3 Prozent.
 
Die höchsten Bevölkerungszuwächse verzeichneten in den vergangenen zehn Jahren die Städte und die Umlandregionen. Unter den Landeshauptstädten steht Graz mit einem Einwohnerplus von 16,8 Prozent an der Spitze, gefolgt von Eisenstadt (plus 16 Prozent) und Wien (plus 11,2 Prozent). Die Reihung der Umlandbezirke mit den größten Einwohnerzuwächsen führen Wien-Umgebung (plus 12,9 Prozent), Korneuburg (plus 10,9 Prozent), Tulln (plus 9,9 Prozent), Baden (plus 9,8 Prozent) sowie Graz-Umgebung (plus 9,1 Prozent) an.
 
Einen Kontrast zu den Ballungszentren bilden die inneralpinen Gebiete von Lienz (Osttirol) und Hermagor (Kärnten) über die obersteirischen Bezirke bis ins südliche Niederösterreich. Hier ist die Einwohnerzahl seit 2001 zum Teil stark zurückgegangen. Auch der Südosten des Landes sowie das nördliche Waldviertel und die beiden oberösterreichischen Grenzbezirke Schärding und Rohrbach gehören zu den Regionen, die Einwohner verloren haben. Das größte Minus verzeichneten die steirischen Bezirke Judenburg und Leoben (jeweils minus 7,3 Prozent), gefolgt von Murau (minus sieben Prozent) und Mürzzuschlag (minus 6,9 Prozent). Mit Bevölkerungsrückgängen, die zwischen fünf und sechs Prozent liegen, schließen die Bezirke Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Radkersburg und Hermagor an.
 
 Die Zahl der in Österreich lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat sich im Vergleich zu 2001 um 35 Prozent auf 957.000 Personen erhöht. Jeder neunte Einwohner besitzt nicht die österreichische Staatsbürgerschaft, wobei Deutsche mit rund 152.000 Personen die größte Gruppe der Zuwanderer darstellen. Den größten Anteil an ausländischen Bürgern verzeichnete Wien mit 22 Prozent, gefolgt von Vorarlberg (13,3 Prozent) und Salzburg (13,1 Prozent).
 
Das Durchschnittsalter ist in Österreich seit 2001 um 2,2 Jahre gestiegen und lag am Stichtag bei 41,9 Jahren. Einen kräftigen Anstieg gab es vor allem bei Personen im Alter von 65 und mehr Jahren: Deren Zahl nahm um 20,6 Prozent zu. Die männlichen Einwohner sind im Durchschnitt um 2,8 Jahre jünger als die weibliche Bevölkerung.