Erstellt am 25. Dezember 2013, 07:37

Papst Franziskus erteilte Weihnachtssegen. Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft zum Segen Urbi et Orbi, zu Frieden im Nahen Osten, aber auch in Zentralafrika und im Südsudan aufgerufen. Vor über 100.000 Menschen auf dem Petersplatz wünschte er allen Menschen, dass sie Gottes Nähe spüren.

Wie bereits beim Ostersegen grüßte der Papst ausschließlich auf Italienisch, nicht in den bisher üblichen mehr als 60 Sprachen. Die ersten Friedenswünsche seiner Botschaft richtete der Papst nach Syrien, für ein Ende der Gewalt und Zugang für humanitäre Hilfe. "Wir haben gesehen, wie mächtig das Gebet ist", sagte der Papst mit Bezug auf seine Friedensinitiative einer Gebetswache. "Verlieren wir nie den Mut zum Gebet! Den Mut zu sagen: Herr, schenke deinen Frieden der syrischen Nation und der ganzen Welt", sagte der Heilige Vater.

Den Frieden wünschte er auch für die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan und Nigeria, Orte neuer Gewalt. Er bat Gott auch um Frieden um das Land, das er selber erwählt habe, um dort Mensch zu werden, dass die Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zu einem glücklichen Ergebnis kommen. Schließlich bat er um "die Heilung der Wunden im Irak", der durch immer neue Attentate heimgesucht werde.

Der Papst gedachte auch der Migranten, die auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben ums Leben gekommen sind. "Mögen Tragödien wie die, welche wir in diesem Jahr mit den zahlreichen Toten in Lampedusa erlebt haben, nie wieder geschehen", so Franziskus. Zudem bat er um Schutz für das "kürzlich von einem Taifun schwer getroffene philippinische Volk."

Wie bereits zum Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis) zum Osterfest grüßte der Papst ausschließlich auf Italienisch, nicht in den bisher üblichen mehr als 60 Sprachen. Nach der Christmette am Vorabend im Petersdom war der Segen der Höhepunkt der Weihnachtsfeiern im Vatikan. Für den Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist es die erste Weihnacht als Oberhaupt der katholischen Weltkirche.

Die Christmette hatte Papst Franziskus am Heiligen Abend mit Tausenden Gläubigen im Petersdom gefeiert. In seiner kurzen Predigt hob er das helle Licht hervor, das Jesus gebracht habe, "während der Geist der Finsternis die Welt einhüllt." Auch Dutzende Kardinäle und Bischöfe feierten die Heilige Messe mit ihrem Papst. Zahlreiche Gläubige verfolgten die Zeremonie draußen auf dem Petersplatz, auf dem Bildschirme aufgestellt sind. Die Messe zur Erinnerung an die Geburt Christi vor 2000 Jahren wurde in mehr als 50 Länder und live im Internet übertragen.